Das Slice Nummer 2 vom Typ freebsd enthält das eigentliche Betriebssystem und wird entsprechend Zeile 7 bearbeitet. Nach dieser Aktion starten Sie den RasPi neu und lassen sich danach die aktuelle Slice-Tabelle anzeigen (Zeile 15). Wichtig ist hierbei das Slice mit dem Namen mmcsd0s2, das Sie an die neue Verteilung anpassen müssen (Zeile 25).
Zur Kontrolle hilft ein erneuter Blick auf die Slice-Tabelle (Zeile 27). Zum Schluss formatieren Sie die neu hinzugekommenen Blöcke (Zeile 31).
Listing 15
# gpart show mmcsd0
=> 1 15564799 mmcsd0 MBR (7.4G)
1 8 - free - (4.0K)
9 65529 1 !12 [active] (32M)
65538 983034 2 freebsd (480M)
1048572 14516228 - free - (6.9G)
# gpart resize -i 2 mmcsd0
mmcsd0 resized
# gpart show mmcsd0
=> 1 15564799 mmcsd0 MBR (7.4G)
1 8 - free - (4.0K)
9 65529 1 !12 [active] (32M)
65538 15499260 2 freebsd (7.4G)
15564798 2 - free - (1.0K)
# gpart show
=> 1 15564799 mmcsd0 MBR (7.4G)
1 8 - free - (4.0K)
9 65529 1 !12 [active] (32M)
65538 15499260 2 freebsd (7.4G)
15564798 2 - free - (1.0K)
=> 0 15499260 mmcsd0s2 BSD (7.4G)
0 983034 1 freebsd-ufs (480M)
983034 14516226 - free - (6.9G)
# gpart resize -i 1 mmcsd0s2
mmcsd0s2a resized
# gpart show mmcsd0s2
=> 0 15499260 mmcsd0s2 BSD (7.4G)
0 15556606 1 freebsd-ufs (7.4G)
15556606 8182 - free - (4M)
# growfs /
[...]
OK to grow filesystem on /dev/mmcsd0s2a,
mounted on /, from 480MB to 7.4GB?
[Yes/No] Yes
super-block backups (for fsck -b #) at:
983232, [...], 15483072
Nach Abschluss dieser Tätigkeiten starten Sie zur Sicherheit den Raspberry noch einmal neu und beobachten die Ausgabe auf dem Monitor. Auch hier gilt, wie bei anderen Systemen, dass nur ein geordneter Shutdown vor dem Kappen der Stromversorgung die Konsistenz des Dateisystems wahrt:
# shutdown -h now
Über ein Powermanagement-System wie APM oder ACPI verfügt der Raspberry Pi nicht, weswegen er sich nach dem System-Shutdown nicht per Software ausschalten kann. Ohne angeschlossenen Bildschirm bleiben dann nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie warten nach dem Befehl zum Herunterfahren etwa zehn Minuten, bevor Sie das Gerät endgültig abstecken, oder Sie hängen das Dateisystem als nur lesbar (“read-only”) ein. Dazu ändern Sie den Eintrag in /etc/fstab folgendermaßen ab:
/dev/mmcsd0s2a / ufs ro,noatime 1 1
Bei dieser Konfiguration kann das System allerdings keine Protokolle mehr ins Verzeichnis /var/log/ schreiben. Abhilfe schafft die Möglichkeit, die Systemprotokolle übers Netz auszuliefern. Zu diesem Zweck fügen Sie in der Datei /etc/rc.conf die folgende Zeile ein:
syslogd_enable="YES"
Nun tragen Sie das Zielsystem in die Syslogd-Konfiguration ein und kommentieren darin alle anderen Dateien aus:
*.* @Zielsystem
Der Syslog-Daemon des Zielsystems muss die vom Raspberry eingehenden Protokolle allerdings akzeptieren. Handelt es sich dabei ebenfalls um ein FreeBSD-System, sorgt dafür ein Eintrag in der /etc/rc.conf (Listing 16). Läuft auf dem Host ein anderes System, beispielsweise Linux, variiert die dortige Konfiguration.
Listing 16
syslogd_enable="YES"
syslogd_flags="-a $netzwerk/$maske -4 -b ${adr_syslog}"
Administrative Aufgaben
Nach der Installation und Grundkonfiguration von FreeBSD bietet der Raspberry Pi eine gute Ausgangsbasis für weitere Projekte mit diesem Betriebssystem. Die Vielzahl portierter Anwendungen legt das Fundament für vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Unter FreeBSD stehen auf dem RasPi einerseits vorkompilierte Softwarepakete und andererseits selbst kompilierte Anwendungen zur Wahl. Das Übersetzen aus den Quellen erleichtert der Ports-Tree erheblich, da er die Abhängigkeiten automatisch auflöst. Bei der für den RasPi ohnehin überschaubaren Auswahl fertiger Softwarepakete empfiehlt sich der Rückgriff auf den Ports-Tree.
Für die Ports-Tree-Installation melden Sie sich zunächst wieder am Raspberry an und wechseln zu root. Danach öffnen Sie das Verzeichnis /usr/ und holen per FTP das TAR-File mit der Ports-Struktur (Listing 17).
Listing 17
# su root # cd /usr # fetch \ ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/\ ports/ports/ports.tar.gz # tar -xzvf ports.tar.gz
Alternativ bietet es sich an, den Ports-Tree bereits während der Image-Konfiguration auf die SD-Karte zu laden und zu entpacken. Das erfolgt in ähnlicher Weise wie zuvor, nachdem das Betriebssystem im Raspberry-Image gespeichert ist (Listing 18).
Listing 18
# cd /mnt/usr # fetch \ ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/\ ports/ports/ports.tar.gz # tar -xzvf ports.tar.gz





