Seine Popularität macht den RasPi auch für die Entwickler von Betriebssystemen interessant. Das OpenFyde-Projekt bringt ChromiumOS ganz ohne Google auf den Mini-Rechner.
Der globale Siegeszug des Raspberry Pi im Markt der kostengünstigen Einplatinencomputer hat zu einer großen Vielfalt an möglichen Betriebssystemen geführt. Während der Platzhirsch Linux dabei mit unzähligen Derivaten vertreten ist, führt das ursprünglich auf Gentoo Linux basierende ChromiumOS [1] von Google auf dem britischen Kleinrechner bislang nur ein Nischendasein.
Grund für die sehr zögerliche Verbreitung von Googles freiem ChromeOS-Abkömmling auf dem RasPi dürfte neben dem Zwang zu einem Konto beim Hersteller das Durcheinander an verschiedenen Versionen sein. So wird ChromiumOS für den Raspberry Pi 4 und 5 sowie deren Abkömmlinge auf Github ohne Linux-Subsystem angeboten, während das ebenfalls von ChromiumOS abgeleitete FydeOS [2] sowohl ein Android- als auch ein Linux-Subsystem umfasst. Es lässt sich zudem offline betreiben. Ein Account bei Google oder Fyde Innovations, dem britischen Hersteller von FydeOS, ist optional. FydeOS ist keine vollständig freie und somit quelloffene Software, sondern integriert auch proprietäre Komponenten.
Damit Freunde vollständig freier Software mit FydeOS auf ihre Kosten kommen, gibt es nun mit OpenFyde ein auf ChromiumOS basierendes Open-Source-Betriebssystem für den RasPi. Es kommt wie sein teils proprietäres Pendant ohne Cloud-Zwang aus und benötigt kein Konto bei Google oder Fyde Innovations. OpenFyde integriert zudem ein Linux-Subsystem, das Linux-Anwendungen containerbasiert ausführt. Damit bietet es wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten als ChromiumOS und einen signifikant verbesserten Datenschutz.
Installation
Sie beziehen OpenFyde als rund 1,...
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