Stets war der RasPi auch ein Lerncomputer, ein geistiger Nachfolger des BBC Micro. Mit ihm starten Kinder und Jugendliche vom ersten eigenen Rechner über tatsächlich auf der ISS-laufenden Python-Code bis zur selbst gelöteten Schachuhr unzählige Projekte. Wir zeigen, worauf Eltern achten sollten.
Der Raspberry Pi ist nicht das leistungsstärkste Gerät im Haushalt, für Kinder aber oft das passendste. Er kostet wenig, läuft mit quelloffener Software und lässt sich von Grund auf verstehen, anders als ein geschlossenes Fertiggerät. Entscheidend für den Einsatz mit Kindern ist dabei ein psychologischer Faktor: Auf einem Pi darf kaputtgehen, was kaputtgehen kann. Wer ein Backup der microSD-Karte bereithält, stellt ein zerschossenes System in Minuten wieder her. Das nimmt den Kindern wie den Eltern Druck.
Hinter der Hardware steht die Raspberry Pi Foundation mit einem Bildungsauftrag und einem riesigen, kostenlosen Ökosystem aus Anleitungen, Wettbewerben und lokalen Clubs. Die folgenden Projekte sind allesamt auf http://raspberrypi.com oder bei der Foundation dokumentiert und decken eine Lernkurve vom Vorschulkind bis zum Teenager ab.
Der erste eigene Rechner
Die erste Lernstufe kommt noch ganz ohne Code aus. In einer Welt aus Touchscreens wachsen Kinder heran, die noch nie Tastatur und Maus bedient haben. Dr. Andrew Lewis [1] beschreibt im Magazin der Foundation, wie Sie für die Kleinsten einen tauglichen Arbeitsplatz bauen.
Ein Raspberry Pi 500, der Komplettrechner in der Tastatur, passt gut für ältere Kinder. Für Vierjährige eignet sich besser ein selbst gebauter Pi 5, weil Sie dann nicht an die Standardtastatur gebunden sind. Kleine Kinder kommen besser mit Kleinbuchstaben zurecht und tun sich feinmotorisch noch ein wenig schwer, kleine Tasten mit Großbuchstaben ...
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