Halloween ist der Tag im Jahr, an dem sich der ambitionierte Nerd mit skurrilen Projekten so richtig ausleben kann. Heuer beschützt ein sprechendes Skelett das traute Heim vor den grusligen Gestalten dieser Nacht.
Einige Leser kennen Paul vermutlich noch aus älteren Ausgaben des LinuxUser. An Halloween hat unser Protagonist seinen großen Auftritt – er stellt sich vor die Tür und spricht die vorbeiziehenden Besucher an. Zwei pneumatische Zylinder, die ein RasPi mit ein wenig zusätzlicher Technik ansteuert, bewegen Pauls Arme. Als Augen dienen zwei Zehn-Millimeter-LEDs. Die Ausgabe der Sprache erfolgt über zwei Aktivboxen, die wir über den Klinkenanschluss des Kleinrechners verbinden.
Damit Paul (Abbildung 1) auf Bewegungen in seiner Nähe reagieren kann, verfügt er über einen PIR-Sensor [1]. Paul selbst ist etwas wackelig auf seinen Beinen, weswegen ihn ein stabiles Gerüst aus Aluminiumprofilen [2] stützt . Im Youtube-Kanal des Autors finden Sie einige Videos [3] von Paul.
Aufbau
Pauls Steuerung übernimmt ein Raspberry Pi 4, als Betriebssystem dient Raspberry Pi OS Lite. Die GPIOs des RasPi liefern nicht genug Leistung, um die Magnet-Ventile für die Pneumatik anzusteuern. Daher kommt zusätzlich ein dazwischengeschaltetes Relais-Modul [4] zum Einsatz. Solche Module gibt es mit unterschiedlich vielen Schaltausgängen. In unserem Projekt greifen wir auf eines mit vier Ausgängen zurück, obwohl nicht alle nötig sind. Der Grund dafür ist, dass ein solches in der Bastelkiste bereits vorhanden war.
Abbildung 2 zeigt alle elektronischen Komponenten und wie sie miteinander verbunden sind. Von den Magnetventilen finden sich allerdings nur die Spulen im Verdrahtungsplan – den Plan der pneumatischen Komponenten entneh...
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