Der neue Raspberry Pi 500+ verbindet das Konzept der 1980er-Heimcomputer mit topaktueller Hardware.
Die Idee, einen vollständigen Computer in ein Tastaturgehäuse zu integrieren, ist alles andere als neu. In den frühen 1980er-Jahren war dieses Konzept sogar der Standard: Der Commodore 64, der Sinclair ZX Spectrum, der Amstrad CPC 464 und der BBC Micro waren allesamt Tastaturcomputer, bei denen sämtliche Elektronik unter dem Keyboard Platz fand. Man schloss einen Fernseher als Monitor an, steckte eine Datasette oder ein Diskettenlaufwerk ein – fertig war der Heimcomputer.
Diese Geräte prägten eine ganze Generation von Computernutzern und legten den Grundstein für die jetzige IT-Industrie. Viele der Ingenieure und Entwickler, die heute bei Technologieunternehmen arbeiten, sammelten ihre ersten Programmiererfahrungen auf genau solchen Maschinen. Die Raspberry Pi Foundation, gegründet mit dem Ziel, jungen Menschen den Zugang zur Informatik zu erleichtern, knüpft bewusst an diese Tradition an.
Ende 2020 erschien mit dem Raspberry Pi 400 der erste moderne Tastaturcomputer aus Cambridge [1]. Das Produkt erfreute sich besonders im Bildungsbereich großer Beliebtheit. Der Nachfolger Raspberry Pi 500 kam Ende 2024 auf den Markt [2] und brachte die aktuelle RasPi-5-Plattform in das bewährte Formkonzept. Aufmerksamen Beobachtern fiel damals auf, dass die Platine unbestückte Bereiche aufwies, insbesondere einen M.2-Steckplatz samt zugehöriger Beschaltung. Die Vermutung lag nahe, dass weitere Varianten in Planung waren.
Mit dem Raspberry Pi 500+ [3] bestätigt sich diese Vorahnung nun. Die neue Premium-Variante dreht an allen Stellschrauben gleichzeitig: Eine vollwertige mechanische Tastatur mit individueller RGB-Beleuchtung ersetzt die einfache Membrantastatur. Der Arbeitss...
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