Aus Raspberry Pi Geek 12/2017

Den Raspberry Pi per Port-Weiterleitung ins Internet hängen (Seite 3)

Im Editor übertragen Sie nun den Inhalt aus Listing 4 an das Ende der Tabelle, die Zeile veranlasst das System, das entsprechende Kommando alle fünf Minuten auszuführen und gegebenenfalls die IP zu aktualisieren (Abbildung 6). Den Editor beenden Sie dann wie gewohnt mit [Strg]+[O],[Eingabe] und [Strg]+[X].

Listing 4

 

*/5 * * * * /usr/local/bin/duckdns >/dev/null 2>&1
### Ende Cron-Tabelle
Abbildung 6: Über einen Eintrag in die Cron-Tabelle kontrolliert der RasPi alle fünf Minuten, ob die DynDNS-Adresse noch aktuell ist.

Abbildung 6: Über einen Eintrag in die Cron-Tabelle kontrolliert der RasPi alle fünf Minuten, ob die DynDNS-Adresse noch aktuell ist.

Da Cron unter Raspbian von Haus aus im Hintergrund aktiv ist, müssen Sie nichts weiter tun. Das System liest die neue Cron-Tabelle automatisch aus und führt das Duck DNS-Skript dann turnusmäßig alle paar Minuten aus.

Sicherheit

Abschließend sollten Sie sich noch ein paar Gedanken zur Sicherheit des Raspberry Pi-Servers und des Netzwerks machen. Durch das Weiterleiten von Ports öffnen Sie potenzielle Einfallstüren für Angreifer. Unter Raspbian läuft zwar nicht mehr von Haus aus ein SSH-Server, aber die meisten Benutzer, die den Mini-Rechner als Server nutzen, aktiviert diesen.Setzen Sie daher gleich mit passwd ein sicheres Passwort für den Standard-User pi, sonst wäre es einem Angreifer ein Leichtes sich auf dem Host einzuloggen.

Laufen außerdem PHP-basierte Systeme wie WordPress oder Drupal auf dem PC, kompromittieren darin enthaltene Schwachstellen womöglich die Sicherheit des Systems. Teilen Sie also die Rechte peinlich genau zu. Oft kontrollieren das heute schon die Installationsskripte der Webapplikationen. Verwenden Sie außerdem sichere und individuelle Passwörter, und spielen Sie zeitnah Updates ein – nicht nur für die PHP-basierten Systeme, sondern ebenso für das System, auf dem die Server-Software läuft. 

Glossar

MAC-Adresse

Media-Access-Control-Adresse. Jedes Netzwerkgerät besitzt eine einmalige (aber änderbare) Kennung. Diese 48-Bit – also sechs Byte – lange Zahl dient dazu, das Gerät im lokalen Netz eindeutig zu identifizieren.

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