
Abbildung 8: Volumio lässt sich auch über MPD-Clients wie M.A.L.P. für Android steuern. Allerdings fehlt hier die Spotify-Integration.
Schwächen zeigt auch die von Volumio selbst im Google Play Store angebotene Volumio Web App [11]. Sie lässt sich zwar mit dem Volumio-RasPi verbinden, auf dem Display bleibt der Bildschirm danach jedoch leer. Die schlechten Bewertungen anderer Nutzer bestätigen das Fehlerbild. Zum Steuern von Volumio von einem Smartphone oder Tablet aus sollten Sie daher die diversen Apps links liegen lassen und gleich das Volumio-Webfrontend in einem Browser öffnen.
Multiroom
Gegenüber einer kommerziellen Multiroom-Stereoanlage wie der von Sonos oder Raumfeld hat Volumio den Nachteil, dass sich das Abspielen von Musik nicht über mehrere Räume hinweg synchronisieren lässt. Eine Multiroom-Anlage auf Raspberry-Pi-Basis aufzusetzen ist jedoch der Wunsch vieler RasPi-Fans. Volumio bietet diese Funktion selbst nicht an, allerdings gibt es mit der Android-App Sound@home for Volumio [12] ein Projekt, das sich diesem Thema widmet.
Die App hängt (Stand Januar 2017) der Entwicklung von Volumio hinterher. Optimiert ist Sound@home lediglich für Volumio 1.55. Mit der aktuellen Ausgabe des Audioservers funktioniert die Anwendung jedoch trotzdem, wenn auch mit Einschränkungen. In der App richten Sie für jeden Raum einen MPD-Server ein – dies muss nicht immer zwingend ein Volumio-Gerät sein. Zu den jeweiligen IP-Einstellungen kommen Sie, indem Sie etwas länger auf das Bild des Raums tippen (Abbildung 9).

Abbildung 9: Die Android-App Sound@home for Volumio verspricht Multiroom-Funktionalität. Die App muss auf Volumio 2 jedoch noch aufholen.
Achten Sie hier darauf, keine Fehler zu machen: Einmal konfiguriert, muss man für Änderungen die komplette Konfiguration löschen und mit dem Einrichten neu beginnen. Später kann man auch ausschließlich lokale Mediadateien an alle verbundenen MPD-Server streamen. Andere Quellen, wie Webradios oder Spotify, lassen sich aktuell erst gar nicht eintragen oder werden von Haus aus nicht von der Anwendung unterstützt.
Fazit
Volumio hat seit den ersten Versionen zahlreiche Verbesserungen erfahren. Zusammen mit einem schnellen Raspberry Pi 3, dem RasPi-Touchscreen und einem Gehäuse (sowie selbstverständlich einem Ausgabegerät) ergibt die Kombination ein Webradio, das die meisten kommerziellen Alternativen um Längen schlägt. Volumio lässt sich flink und komfortabel bedienen – egal ob per Fingerzeig, Webbrowser oder Smartphone-App. Zudem spielt der Audioplayer Musik in zahlreichen Formaten von lokalen und im Netzwerk gespeicherten Quellen ab und unterstützt dabei den weitverbreiteten Musikstreaming-Dienst Spotify.
Rund um Volumio hat sich eine aktive Entwickler-Community gebildet. Den Quellcode der Oberfläche und der Kernkomponenten erhalten Sie über den Github-Account des Projekts [13]. Dort können Sie auch Fehler melden und eigene Verbesserungsvorschläge einbringen. Antworten auf Fragen zur Konfiguration und zum Betrieb von Volumio erhalten Sie über das (englischsprachige) Forum auf der Webseite der Volumio-Community [14].
Infos
- Volumio: https://volumio.org
- Jukebox-Distributionen für den RasPi: Christoph Langner, “RasPi-Jukebox”, RPG 05/2014, S. 64, http://raspi-geek.de/33064
- Ankündigung Volumio 2: https://volumio.org/volumio-2-stable-release/
- Fing: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.overlook.android.fing
- Ext2Fsd: http://www.ext2fsd.com/?page_id=16
- Röhrenverstärker für den RasPi: http://www.pi2design.com/store/p13/503HTA_-_Hybrid_Tube_Amp.html
- MPD: https://www.musicpd.org
- “Volumio Architecture Overview”: https://github.com/volumio/Volumio2/wiki
- MPD-Clients: http://mpd.wikia.com/wiki/Clients
- M.A.L.P.: https://play.google.com/store/apps/details?id=org.gateshipone.malp
- Volumio Web App: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.volumio.moritz.volumiowebapp_release
- Sound@home for Volumio: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.digx.soundhome
- Github: https://github.com/volumio
- Volumio-Forum: https://volumio.org/forum





