Vom 3D-Druck bis zur ausgefeilten Cocktail-Maschine mit Arduino-Herz – die Make Munich hat gezeigt, das Selbermachen hoch im Kurs steht. Wer dabei auf einen Pi Zero setzen will, braucht gute Kontakt und eine Portion Glück, so wie die Redaktion des RasPi-Geek, die so einen umfassenden Bericht ins Blatt heben konnte.
Liebe Leserinnen und Leser,
Selbermachen steht wieder hoch im Kurs. Hat es eigentlich immer, aber unter dem neuen Label “Maker” nimmt einen themenübergreifende Bewegung seit einiger Zeit ordentlich Fahrt auf. Eindrucksvoll beobachten ließ sich das unter anderem Mitte Januar bei der Make Munich [1]. In der bayrischen Landeshauptstadt schauten sich rund 1000 Besucher an zwei Tagen an, was etwa 100 Aussteller aus ganz Europa mitgebracht hatten.
Die Stimmung war entspannt, das Publikum bunt gemischt. Die Intiatoren legten großen Wert auf eine Messe, die sich nicht nur an technischen Themen orientierte. Die Präsenz der Einplatinen-Computer war trotzdem groß: Faszinierende Roboter [2], aus vorgestanzten Graupappen zusammengesetzt, oder eine Mix-Maschine, deren bewegliche Teile zum großen Teil aus einem 3D-Drucker stammten – beide mit einem Mini-PC als Steuereinheit an Board.
Oder beim Projekt Bayduino [3], dass an einem Baukasten für das Internet der Dinge bastelt, und dessen Zielgruppe vor allem Schüler und Studenten sind. Die offene Hardware basiert auf dem Konzept des Arduino und ist außerdem zum BBC Micro Bit kompatibel.
Eine Sache war aber auf der Messe schwer finden: der Pi Zero. Selbst am Stand eines großen Distributors keine Anzeichen des schlanke 5-Dollar-SBCs. “Aus dem Programm genommen”, lautete da die knappe Aussage.
Die Redaktion des Raspberry Pi Geek musste ebenfalls lange Strippen ziehen, um eines der begehrten Modelle testen zu können. Wie uns das geglückt ist und was für Ergebnisse dabei herausgekommen sind, lesen Sie in einer umfangreichen Geschichte in dieser Ausgabe ab Seite 60.
Mit dem neuen Familienmitglied in der Pi-Familie steht wieder der Kauf eines neuen Gehäuses an, denn die Platine weist deutlich andere Maße auf, als die bislang veröffentlichten Modelle. Was aber, wenn Sie im Gehäuse zusätzlichen Platz benötigen, zum Beispiel für eine Festplatte? Ganz in Maker-Manier hat einer unserer Autoren sich dieses Problems angenommen und ein schickes Case in individuellem Formfaktor erstellt.
Von der Auswahl der Komponenten über die ersten Skizzen bis hin zum 3D-Modell hat er einige Hürden gemeistert und wertvolle Erfahrungen gewonnen, die Sie in Form eines Workshop ab Seite 46 in dieser Ausgabe nachlesen.
Letztendlich Form angenommen hat das Gehäuse dann im Bauch eines 3D-Druckers. Die Fertigungstechnik war auf der Make Munich ebenfalls an vielen Stellen präsent, darunter am Stand von MakerSpace, der Prototypen-Werkstatt von UnternehmerTUM, einer Ausgründung der TU München.
Wir haben uns in der Redaktion gefragt, ob Ihnen das Thema 3D-Druck auch unter den Nägeln brennt. Möchten Sie mehr dazu lesen, und wenn ja, welche Schwerpunkte würden Sie sich bei den Berichten wünschen? Schreiben Sie uns unter der Adresse mailto:[email protected] mit dem Betreff “3D-Druck”. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.
Bis dahin wünsche ich Ihnen weiterhin viel Spaß beim “Maken” und natürlich bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe.
Herzliche Grüße,
Andreas Bohle Stellv. Chefredakteur
Infos
- Make Munich: http://make-munich.de
- Zoobotics: http://zoobotics.de
- Bayduino: http://www.bayduino.com




