Hinsichtlich des Gefühls sprach der Referent die Nutzung möglichst authentischer Gamepads an, während der Aspekt Aussehen auf das zu nutzende Gehäuse einging. Für Letzteres existieren beispielsweise Anbieter, die Nachbildungen von klassischen Arcade-Automaten-Behausungen offerieren. Allerdings passt es möglicherweise besser zur Do-it-yourself-Mentalität des RasPis, sich selbst ein Retro-Gehäuse zu zimmern. Zum Abschluss wurden noch via Beamer verschiedene auf dem Mini-Computer laufende Emulatoren demonstriert.
Hinter den Kulissen
Am Rande des Jams erzählten uns François-Xavier Flotterer und Kijamet Kenan, die stellvertretend für das Organisationsteam das Gespräch mit Raspberry Pi Geek führten, wie es zu der deutsch-luxemburgischen Kooperation kam.
Mehrere Mitglieder des CEST [10], der Studentenvertretung der technischen Fakultät an der Universität Luxemburg, wollten gerne einen Pi-Jam vor Ort veranstalten. Doch aufgrund der überschaubaren Größe des Landes erschien es schwierig, genügend Redner und Besucher für einen solchen zu finden. So schloss man sich mit Gleichgesinnten aus der 50 Kilometer entfernt liegenden deutschen Grenzstadt Trier kurz, die bereits Erfahrungen mit der Organisation mehrerer RasPi-Jams gemacht hatten.
Die Trierer Nachbarn stellten nicht nur den Namen und die Homepage der Pi and More zur Verfügung, sondern gestalteten auch einen Teil der Vorträge sowie den Workshop. Darüber hinaus organisierten sie einen Shuttle-Bus von der deutschen Seite der Grenze hin zum Veranstaltungsort in Luxemburg. Aufgrund der internationalen Zusammensetzung des Publikums fanden sämtliche Veranstaltungen auf Englisch statt.
Die Luxemburger Gastgeber wendeten viel Mühe auf, um gute Rahmenbedingungen für einen Jam zu schaffen. So stießen beispielsweise RasPi-Neulinge während der Veranstaltung auf keinerlei Equipment-Probleme: Vor Ort konnte man nicht nur für den Elektronik-Workshop ein Steckbrett und eine Auswahl an elektronischen Bauteilen kaufen, für 30 Euro war auch der neuere Raspberry Pi Modell B zu haben.
Laut Flotterer und Kenan nahmen dieses Mal hauptsächlich Deutsche und Luxemburger am Jam teil. In Zukunft wolle man zusätzlich mehr französische Besucher anlocken. Hierbei hat der veranstaltende CEST insbesondere die grenznahen Städte Metz und Nancy im Visier. Auf diese Weise könnten sich Menschen aus drei Ländern auf ein und derselben Veranstaltung miteinander austauschen.
Infos
- Pi and More: http://www.piandmore.de
- Circlean: http://circl.lu/projects/CIRCLean/
- OpenMePi: https://hacker.lu/projects/openmepi
- Hackerspace syn2cat: http://www.hackerspace.lu/
- Space-API: http://spaceapi.net/
- PiTörn: https://plus.google.com/109628681691714768670/posts
- CCC Luxemburg: http://c3l.lu/doku.php
- Verein “Frënn vun der Ënn”: http://www.enn.lu
- Retro-Gaming: Makro Dragicevic, “Spiele-Schätzchen”, RPG 01/2014, S. ###, http://www.raspi-geek.de/30910
- CEST: http://www.cest.lu





