Mithilfe des passenden Montagematerials lassen sich die Gehäuse problemlos an Tischen oder Wänden montieren; es gibt sie in mehreren Ausführungen und Größen in Hellgrau oder Schwarz. Abbildung 4 zeigt ein Gehäuse für einen einzelnen RasPi [7]. Möchten Sie zusätzlich noch ein 7-Zoll-Display verwenden, bietet ein anderes Gehäuse den nötigen Raum dafür [8]. Es gibt auch ein passendes Gehäuse speziell für die Montage auf der Hutschiene [9].
Bayern Innovativ
Bayern Innovativ versteht sich als Wissensmanager, Impulsgeber und Beschleuniger von Innovationen. Das 1995 gemeinsam durch Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gegründete Unternehmen bietet unter anderem den Aufbau und die Betreuung von Netzwerken, Beratung und Förderung, das Ausrichten von Events und die Teilnahme an Messen an. Es unterhält auch Netzwerke mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Mobilität, Material & Produktion, Digitalisierung, Energie und Gesundheit. Konkrete Themen sind hier unter vielen anderen die additive Fertigung und Quantentechnologie. Mehr über die Tätigkeitsbereiche von Bayern Innovativ erfahren Sie auf deren Webseite [10].
Paragon Semvox
Die Firma Paragon Semvox bietet die Software-Lösung Sense an, die es erlaubt, eine Spracherkennung in einem Embedded System zu implementieren. Es bedarf dafür keiner Verbindung zu einer Cloud. Sense lässt sich auf Android, Windows oder dem Raspberry Pi installieren. Die Software ist sich zudem extrem leicht zu konfigurieren (Abbildung 5). Man definiert ein Sprachkommando, auf das sie reagieren soll, und hinterlegt einen Text, den sie beim Erkennen ausgibt. Zu guter Letzt legt man fest, welches Programm das Tool bei einem erkannten Kommando ausführt.
Falls Sie sich schon einmal mit einem der großen Sprachassistenten genauer auseinandergesetzt haben, wundern Sie sich sicher, wie unkompliziert Spracherkennung hier arbeitet. Sense dient als perfektes Tool, um einen Prototypen zu erstellen oder sich in das Thema Spracherkennung einzuarbeiten. Weitergehende Informationen zu Sense finden Sie auf der Webseite des Projekts [11].
Tvarit GmbH
Beim Herstellen von Druckgussteilen kommt es prozessbedingt immer wieder zu Ausschuss. Bei Autofelgen zum Beispiel beträgt die Ausschussrate bis zu 6 Prozent. Oft entdeckt erst die Abschlusskontrolle beim Röntgen die defekten Bauteile. Fehler, die während des Gießens entstehen, lassen sich zuvor nicht feststellen. Dieses späte Entdecken von Defekten verursacht hohe Kosten.
Hier kommt die Lösung von Tvarit ins Spiel: Mithilfe eines KI-basierten Systems, das der Hersteller mit historischen Daten trainiert, lassen sich schon in frühen Produktionsschritten defekte Bauteile erkennen. Wenn das Thema Sie interessiert, lohnt sich ein Besuch auf der Homepage von Tvarit [12].
IoT-Gateway
Siemens präsentierte das IoT-Gateway Simatic IOT2050. Es eignet sich voll für den Industrieeinsatz und lässt sich leicht in bestehende Maschinen und Produktionsprozesse integrieren. Das Gateway montieren Sie alternativ an der Wand oder auf einer Hutschiene. Im Inneren des Simatic IOT2050 sorgt eine ARM-AM6548-CPU mit 2 GByte RAM für ausreichend Rechenleistung, um auch anspruchsvolle Aufgaben wie Visualisierung zu meistern.
Neben den üblichen Schnittstellen wie USB und Ethernet (zweimal 1 Gbit) bietet das Simatic IOT2050 eine frei programmierbare Arduino-Schnittstelle, über die sich verschiedene Arduino-Shields nutzen lassen. Die Entwicklung von Programmen erfolgt auch in Hochsprachen wie Java oder C++. Zum Erstellen von Kundenapplikationen kommt die Entwicklungsumgebung Eclipse zum Einsatz, wofür ein Debian-basiertes Linux kostenlos zur Verfügung steht. Für einen komfortablen Start bringt das Gateway das Betriebssystem Simatic Industrial OS in der Advanced-Variante mit.
Fazit
Die künstliche Intelligenz kristallisiert sich als zentrales Thema vieler Aussteller heraus. Dieser Lösungsansatz kommt zum Zug, wo man mit herkömmlichen Algorithmen keine Verbesserungen mehr erzielt oder sich konkrete Probleme schwer erfassen lassen. Dadurch ergeben sich viele neue innovative Produkte, die zukünftig in unser Leben Einzug halten.
Die Hannover-Messe war die am besten organisierte digitale Messe, die der Autor bisher besuchte. Das Messe-Tool unterstützte den Besucher, ohne ihn dabei mit Informationen zu überladen – bei der riesigen Zahl an Ausstellern tatsächlich bemerkenswert. Durch die strukturierte Art der Kontaktaufnahme mit den Ausstellern war es möglich, gezielt und planbar die Messestände zu besuchen. Unnötige Wartezeiten an den Ständen, um einen Gesprächspartner zu finden, gab es dadurch nicht mehr.
Die Aussteller präsentierten sich durch die Bank sehr professionell, aber dennoch menschlich. Fast jede Kontaktaufnahme bearbeiteten sie dank ausreichender Manpower in weniger als 24 Stunden. Interessanterweise reagieren kleine Start-up-Unternehmen meist schneller und besser als die großen Vertreter der Branche. Die Bandbreite der Themen fällt bei einer Industriemesse naturgemäß erheblich größer aus als bei spezialisierten Messen. Es gelang den Ausstellern trotzdem sehr gut, die Besucher mitzunehmen und im persönlichen Gespräch Fragen zu klären.








