Sofern Sie das System von einer MicroSD-Karte aus nutzen, treten unter Umständen auch Engpässe aufgrund einer zu kleinen Speicherkapazität auf. Hier hilft es, nicht benötigte Anwendungen mithilfe von Dnfdragora zu deinstallieren.
Zahlreiche im Lieferumfang von KDE Plasma befindliche und damit vorinstallierte Applikationen benötigen jeweils mehr als 100 MByte Kapazität auf dem Massenspeicher, sodass deren Deinstallation zusätzliche Speicherkapazitäten schafft.
Beachten Sie auch, dass die verwendete MicroSD-Speicherkarte einen möglichst schnellen Standard unterstützen sollte: Langsame Speicherkarten bremsen das System spürbar aus.
Fazit
OpenMandriva für den Raspberry Pi hinterlässt in der neuen Version 4.2 ein ambivalentes Bild: Einerseits zeigt die Distribution, dass sie auf dem britischen Kleinstrechner grundsätzlich stabil arbeitet, andererseits zeigt sich aber auch, dass der KDE-Plasma-Desktop nach wie vor die Kapazitäten des RasPi sehr schnell an seine Grenzen bringt.
Das System erweist sich daher auf dem ARM64-Computer nur nach entsprechenden Optimierungen und bei einem eng begrenzten Anwendungsszenario als alltagstauglich. Im direkten Vergleich zur Variante für Intel-Systeme fällt außerdem das Fehlen wichtiger Konfigurationswerkzeuge auf: Das betrifft etwa das Kontrollzentrum, das bereits bei früheren Versionen von Mandriva als überaus nützliches und einfach zu bedienendes Konfigurationswerkzeug ein schnelles Anpassen des Systems erlaubte.
Stattdessen bietet die Distribution mit Discover und Dnfdragora zwei grafische Frontends zur Softwareinstallation, sodass die Zusammenstellung der Applikationen nicht ganz schlüssig wirkt. Die Raspberry-Pi-Variante des französischen Systems eignet sich daher auch in der aktuellen Ausgabe noch nicht für den produktiven Einsatz als Desktop-Ersatz. (tle)
Infos
- OpenMandriva: https://www.openmandriva.org
- Infos zu Mandrake und Mandriva: https://de.wikipedia.org/wiki/Mandriva_Linux






