Nach Abschluss der Konfiguration startet der Assistent den Server und beendet sich. Die Web-GUI lässt sich nun von einem beliebigen Rechner im lokalen Netz im Webbrowser unter Angabe der IP-Adresse des RasPi aufrufen. Da die Software sichere Verbindungen unterstützt und die nötige kryptografische Infrastruktur mitbringt, steht dafür auch HTTPS-Protokoll zur Verfügung. Citadel nutzt voreingestellt die Standard-Ports 80 und 443.
Zunächst erscheint ein Anmeldebildschirm, der es ermöglicht, sich auch mit den Authentifizierungsdaten von verschiedenen Online-Diensten und beispielsweise OpenID anzumelden. Nach dem Login öffnet sich dann das primäre Fenster der Groupware (Abbildung 2).
Organisation
Die Groupware organisiert die einzelnen Arbeitsbereiche in Etagen und Räume. Diese repräsentieren die in anderen Groupware-Paketen üblichen Funktionen und Gruppen. Das primäre Programmfenster stellt dabei die Lobby dar, die alle öffentlich zugänglichen Informationen bündelt. Links im Programmfenster finden Sie in einer vertikalen Schalterleiste die einzelnen Anwendungen.
Bei deren Aufruf zeigt die Software im rechten Fenstersegment entsprechende kontextsensitive Informationen und Bedienoberflächen. Etagen darf nur der Administrator anlegen und managen, während Räume, die sich jeweils in beliebiger Anzahl in den Etagen befinden, auch die Benutzer erstellen und verwalten dürfen.
Konfiguration
Über Verwaltung gelangen Sie in eine Verwaltungsschnittstelle mit zahlreichen Einstelloptionen, die die GUI thematisch in Gruppen zusammenfasst. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Konfiguration des E-Mail-Servers. Die Entwickler gestalteten die dazugehörigen Optionen möglichst einfach, sodass Sie unter Globale Konfiguration | Benutzer verwalten vorhandene Benutzer, Domainnamen, E-Mail-Adressen und Aliase unkompliziert in das System eintragen.
Die integrierte Rechteverwaltung erlaubt es darüber hinaus, die Anwender in der Nutzung der Funktionen einzuschränken. Nach Abschluss der Nutzerkonfiguration empfiehlt sich ein Neustart des Systems über den entsprechenden Link im Verwaltungsmenü, um alle Benutzer zu aktivieren (Abbildung 3).
Über die Kategorie Erweitert erreichen Sie einen umfangreichen Hilfe- und Info-Assistenten, der Sie bei der Ausführung verschiedener Aufgaben unterstützt. So lassen sich in der Kategorie Ihre Biographie unterschiedliche persönliche Optionen konfigurieren, etwa das Setzen eines neuen Passworts oder auch das Ändern der Kontoeinstellungen und Kontaktinformationen. Zusätzlich verwalten Sie in diesem Abschnitt Räume und dürfen einfache Kommandos in einer gesonderten Gruppe ausführen lassen.
Benutzer
Die vom Administrator angelegten Benutzer rufen die Webseite der Groupware auf dieselbe Art und Weise auf wie der Administrator und loggen sich mit den erhaltenen Zugangsdaten für ihr Konto ein. Die Oberfläche gestaltet sich bei normalen Nutzern etwas einfacher, da hier der Punkt Verwaltung fehlt. Voreingestellt zeigt Citadel den Anwendern in der Lobby ungelesene Nachrichten an, die in einer Liste untereinander erscheinen.
Den Nutzern steht es frei, direkt auf die Benachrichtigungen zu antworten, wobei sich die Oberfläche ähnlich wie die eines Webmailers gestaltet und sich daher ohne Einarbeitung nutzen lässt. Ein Klick auf Antworten öffnet das Editorfenster, in dem der Nutzer wie beim E-Mail-Versand eine Antwort verfasst und sie anschließend via Beitrag senden in die Lobby stellt.
Im Büro
Die typischen kollaborativen Arbeiten im Büro verwalten Sie über Posteingang, Kalender, Adressen, Notiz und Aufgaben. Die entsprechenden Eingabe- und Verwaltungsmasken, um dem System beispielsweise einen Kontakt hinzuzufügen, erreichen Sie jeweils über die kleine Link-Leiste, die sich mit kontextsensitiven Optionen über dem Eingabesegment befindet.
Durch die Verknüpfung der einzelnen Module erhalten bei entsprechender Rechtevergabe andere Mitglieder des Raums Benachrichtigungen über Ihre Aktivitäten: Wenn Sie beispielsweise einen Termin im Kalendermodul anlegen, erhalten alle Mitglieder des Raums eine entsprechende Nachricht mit diesem Termin als Vorschlag, den sie entweder annehmen oder ablehnen. Mit Annehmen übernimmt die Software den Termin in den Kalender, der Einladende erhält gleichzeitig eine Bestätigung darüber (Abbildung 4).
Über Erweitert | Bekannte Räume aufzählen erhalten Sie eine Übersicht aller Räume, die Sie betreten dürfen. Hat sich seit Ihrem letzten Login etwas darin geändert, erscheinen die betreffenden Räume in oranger Schriftfarbe.








