Startseite>Ubuntu Server 19.10 in 32 und 64 Bit auf dem Raspberry Pi
Aus Raspberry Pi Geek 02/2020

Ubuntu Server 19.10 in 32 und 64 Bit auf dem Raspberry Pi (Seite 3)

Abbildung 4: Der XFCE-Desktop von Xubuntu begnügt sich ebenfalls mit wenig Ressourcen. Das mit Ubuntu 19.10 ausgelieferte XFCE 4.14 setzt erstmals vollständig auf GTK 3, was Kompatibilität zu aktuellen Gnome-Anwendungen schafft.

Abbildung 4: Der XFCE-Desktop von Xubuntu begnügt sich ebenfalls mit wenig Ressourcen. Das mit Ubuntu 19.10 ausgelieferte XFCE 4.14 setzt erstmals vollständig auf GTK 3, was Kompatibilität zu aktuellen Gnome-Anwendungen schafft.

Die Installation umfasst 1269 neue Pakete und 666 MByte an Downloads; sie belegt 2969 MByte auf der Speicherkarte. Auch beim Xubuntu-Desktop gehören große Brocken wie LibreOffice oder Gimp zum Lieferumfang. Die XFCE-Standardtools wie der Bildbetrachter Ristretto, Atril zum Öffnen von PDFs oder der Mediaplayer Parole gehören allerdings eher in die Kategorie der Leichtgewichte. Bei der Umstellung auf Deutsch hilft derselbe Assistent wie bei Lubuntu, den Sie unter Settings | Language Support finden. Anschließend fügen Sie noch unter Einstellungen | Tastatur | Tastaturbelegung ein deutsches Tastaturlayout hinzu.

Fazit

Ubuntu 19.10 für den Raspberry Pi präsentiert sich noch nicht von seiner bestmöglichen Seite. Schon alleine der beim offiziellen Release vorhandene Kernel-Bug, der die USB-Ports blockiert, zeigt deutlich, dass die Prioritäten bei Canonical eher auf den konventionellen x86-Versionen für Server, Desktop und Notebook liegen, nicht bei der ARM-Variante für den Raspberry Pi. Zwar wird mit Sicherheit ein Kernel-Update das Problem noch beheben, doch Raspbian erweist sich durch die Bank besser auf den RasPi eingestellt. So fehlt unter Ubuntu zum Beispiel auch ein zu Raspi-config vergleichbares Werkzeug zur Konfiguration der Hardware.

Das Ubuntu-System empfiehlt sich daher aktuell eher für Nutzer, die generell immer auf Ubuntu setzen und sich, trotz der geringen Unterschiede, nicht mit Raspbian beschäftigen möchten. Dabei muss man beachten, dass Ubuntu 19.10 als Server-System ausgelegt ist. Zwar lassen sich zahlreiche Desktops, von KDE bis zu XFCE, über die Paketquellen nachinstallieren. Damit der Desktop so rund läuft wie LXDE unter Raspbian braucht es immer wieder Eingriffe unter der Haube des Systems, etwa beim Aktivieren des Bluetooth-Moduls. Bis Ubuntu offiziell eine Variante mit Desktop anbietet, sollte man daher besser noch bei Raspbian bleiben. 

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