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Aus Raspberry Pi Geek 12/2018

Maker Faire 2018 in Hannover (Seite 2)

Es gibt ihn sowohl als Bausatz wie als fertiges Gerät [8]. Die Klone aus China sind zwar erheblich billiger, bereiten aber nicht selten viele Probleme.

Piep-Show für Maker

Für Fans von “Star Wars”, die ins Träumen geraten, wenn sie das altbekannte Piepen von R2D2 hören, ist der R2 Builder Club [9] die richtige Adresse. Der Club baut Robotermodelle aus der “Star Wars”-Saga nach. Hauptsächlich beschäftigt er sich mit dem Aufbau von originalgetreuen R2-Modellen. Der etwas modernere BB8 hat es den Mitgliedern aber ebenfalls angetan.

Viele der R2-Modelle (Abbildung 5) sind funktionsfähig, einige davon können sogar mehr als ihre Filmvorlagen. Der Club bekam schon Anfragen von Lucas Arts, da die Originalroboter nach so vielen Episoden teilweise verschlissen sind. Die Homepage des Clubs enthält ein Forum, das viele Tipps für den Aufbau des eigenen Modells liefert.

Abbildung 5: Sogar Lucas Arts bekundet Interesse an den gelungenen Nachbauten des legendären R2D2.

Abbildung 5: Sogar Lucas Arts bekundet Interesse an den gelungenen Nachbauten des legendären R2D2.

Arduino-Fabrik

Das gelungene Projekt Arduino-Fabrik (Abbildung 6) von Andre Klaus zeigt mit einer Mini-Fabrik unterschiedliche Schüttgut-Prozesse an einem Modell. Es besteht aus einem Materialaufzug, einer Förderschnecke, verschiedenen Förderbändern und vielem mehr. Alle Teile der Fabrik stammen aus dem 3D-Drucker.

Abbildung 6: Drei Jahre dauerte die Entwicklung der Arduino-Fabrik. Was dabei herauskam, ist wirklich erstaunlich. (Foto: Markus Moch)

Abbildung 6: Drei Jahre dauerte die Entwicklung der Arduino-Fabrik. Was dabei herauskam, ist wirklich erstaunlich. (Foto: Markus Moch)

Der Aufbau dauerte über drei Jahre. Die Steuerung übernehmen mehrere Arduino-Boards. Die Fabrik nutzt unter anderem 25 Motoren, über 200 LEDs, sieben Ultraschallsensoren, sechs Infrarot-Sensoren und eine Unmenge an Endschaltern. Wenn Sie die Fabrik in Aktion sehen möchten, besuchen Sie die Youtube-Seite von Andre Klaus [10].

RasPi-Tablet

Wie der Name schon verrät, handelt es sich beim RasPi-Tablet um ein Tablet auf Basis des Mini-PCs. In ihm arbeitet ein Compute-Modul, das die gleiche CPU wie ein RasPi 3B+ mitbringt. Durch den Einsatz des Compute-Moduls fällt das Gehäuse flacher aus als bei anderen Raspberry-Pi-Tablets oder Notebooks.

Im Inneren bietet es noch viel Platz für eigene Entwicklungen. Das 19 x 12 x 3 cm messende Gehäuse des Tablets besteht aus stoßfestem, wasserdichtem Silikon und eignet sich daher für den industriellen Einsatz.

Sie bedienen das Tablet über den 7-Zoll-Touchscreen oder eine externe USB-Maus und Tastatur. Weitere technische Details finden Sie auf der Homepage des Projekts [11]. In den nächsten Wochen stellen die Macher das Gerät bei Kickstarter vor.

Floppy-Music

Man möchte es auf den ersten Blick gar nicht glauben, aber es ist tatsächlich möglich: Man kann mit alten Floppy-Laufwerken und einer Festplatte Musik erzeugen. Die Titel hören sich zwar etwas kratzig an, sind aber dennoch gut zu erkennen. Am Stand konnte man per Keyboard selbst auf den Floppys spielen.

Ein echtes Highlight, das den Einfallsreichtum der Maker zeigt. Um sie gut zu transportieren, befinden sich die Laufwerke in einem Koffer (Abbildung 7). Ein MIDI-Signal steuert das Ganze. Die Youtube-Seite [12] des Projekts zeigt das Ensemble in Aktion.

Abbildung 7: Der Floppy-Music-Koffer sorgt für einen sicheren Transport der Laufwerke, die bei Bedarf ein Liedchen spielen.

Abbildung 7: Der Floppy-Music-Koffer sorgt für einen sicheren Transport der Laufwerke, die bei Bedarf ein Liedchen spielen.

Photometer

Die HAW Hamburg [13] war mit einem interessanten kleinen Projekt vertreten: einem Photometer, dessen Messwerte Sie leicht mit einem Smartphone auswerten. Im Kern besteht es aus einem ESP8266, der eine LED ansteuert und über einen Fotosensor feststellt, wie viel Licht auf der Messstrecke zerstreut wurde.

Das Projekt richtet sich in erster Linie an junge Forschende und ihre Lehrer. Eine Bauanleitung für das Photometer finden Sie auf der Webseite der HAW Hamburg [14], die benötigten Einzelteile kosten weniger als 20 Euro.

Zur Sache

In einem abgetrennten Bereich der Maker Faire war eine Arena für Roboterkämpfe aufgebaut. Es ist beeindruckend, mit welcher Kraft die relativ kleinen ferngesteuerten Roboter aufeinander einprügeln, um den Gegner bewegungsunfähig zu machen. Das geschieht durch Zerstören oder das Schubsen in ein Loch.

Im Internet finden sich viele Videos zu solchen Kämpfen, die aber nicht das Erlebnis eines Livekampfs wiedergeben. Da ist zum einen der extreme Krach, den die Bots verursachen, wenn sie aufeinander losgehen. Zum anderen spürt man in der Nähe der Arena tatsächlich die Erschütterungen, wenn die Gegner sich bekämpfen.

Die Materialien, die die Erfinder für ihre kleinen Kampfmaschinen verwenden, beeindrucken ebenfalls. Die Roboter bestehen aus etwa drei Millimeter dickem Stahlblech. Zum Vergleich: Die Karosserie eines normalen PKW bringt es gerade mal auf ein Viertel bis ein Fünftel. Und selbst diese dicken Panzer sehen nach einigen Kämpfen wirklich mitgenommen aus. Es kommt sogar vor, dass sich Bots beim Kampf durch die Luft schleudern. Mehr über diese Kämpfe erfahren Sie im deutschsprachigen Forum [15].

Lehre und Ausbildung

Christiani ist ein alteingesessener Hersteller von Lehrmitteln für Aus- und Weiterbildung, der seit nunmehr 85 Jahren existiert. Der Fokus liegt dabei auf der Ausbildung zu technischen Berufen. Auf der Maker Faire stellte das Unternehmen unter anderem verschiedene Fischertechnik-Modelle aus, die sich für die Ausbildung verschiedener Elektroberufe eignen. Falls Sie sich mit Ausbildung in diesen Bereichen beschäftigen und das Angebot noch nicht kennen, schauen Sie mal auf deren Webseite vorbei [16].

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