Aus Raspberry Pi Geek 12/2018

Maker Faire 2018 in Hannover (Seite 2)

Es eignet sich sowohl für die Aus- und Weiterbildung wie zum Entwickeln und Bauen von Prototypen. Die Bricks gibt es für analoge und digitale Schaltungen. Im IoT-Baukasten befindet sich ein Mikrocontroller, mit dem Sie über das WLAN Schaltungen ansteuern. Weitere Informationen über Brick’R’knowledge finden Sie auf der Homepage des Herstellers.

3D-Druck

Die Maker-Szene macht vom 3D-Druck intensiv Gebrauch. Entsprechend viele Projekte zeigten auf der Messe einen solchen live im Einsatz. Mit einem 3D-Drucker fertigen Sie sehr einfach komplexe Einzelstücke an. Das Unternehmen Prusa stellte ein aktuelles Modell vor (Abbildung 4), das mit einer hohen Qualität der Werkstücke und einer rasanten Geschwindigkeit beeindruckte.

Abbildung 4: Der 3D-Drucker Prusa i3 MK3 überzeugt durch ein flottes Tempo und geringen Lärm.

Abbildung 4: Der 3D-Drucker Prusa i3 MK3 überzeugt durch ein flottes Tempo und geringen Lärm.

Der Prusa i3 hat viele neue Eigenschaften, etwa Druckfortsetzung nach Stromausfall, optischer Filament-Decoder und verbesserte Filament-Förderung. Durch den Einsatz von modernen Treibern für die Motoren und kugelgelagerten Lüftern arbeitet der Drucker extrem leise.

Es gibt ihn sowohl als Bausatz wie als fertiges Gerät [8]. Die Klone aus China sind zwar erheblich billiger, bereiten aber nicht selten viele Probleme.

Piep-Show für Maker

Für Fans von “Star Wars”, die ins Träumen geraten, wenn sie das altbekannte Piepen von R2D2 hören, ist der R2 Builder Club [9] die richtige Adresse. Der Club baut Robotermodelle aus der “Star Wars”-Saga nach. Hauptsächlich beschäftigt er sich mit dem Aufbau von originalgetreuen R2-Modellen. Der etwas modernere BB8 hat es den Mitgliedern aber ebenfalls angetan.

Viele der R2-Modelle (Abbildung 5) sind funktionsfähig, einige davon können sogar mehr als ihre Filmvorlagen. Der Club bekam schon Anfragen von Lucas Arts, da die Originalroboter nach so vielen Episoden teilweise verschlissen sind. Die Homepage des Clubs enthält ein Forum, das viele Tipps für den Aufbau des eigenen Modells liefert.

Abbildung 5: Sogar Lucas Arts bekundet Interesse an den gelungenen Nachbauten des legendären R2D2.

Abbildung 5: Sogar Lucas Arts bekundet Interesse an den gelungenen Nachbauten des legendären R2D2.

Arduino-Fabrik

Das gelungene Projekt Arduino-Fabrik (Abbildung 6) von Andre Klaus zeigt mit einer Mini-Fabrik unterschiedliche Schüttgut-Prozesse an einem Modell. Es besteht aus einem Materialaufzug, einer Förderschnecke, verschiedenen Förderbändern und vielem mehr. Alle Teile der Fabrik stammen aus dem 3D-Drucker.

Abbildung 6: Drei Jahre dauerte die Entwicklung der Arduino-Fabrik. Was dabei herauskam, ist wirklich erstaunlich. (Foto: Markus Moch)

Abbildung 6: Drei Jahre dauerte die Entwicklung der Arduino-Fabrik. Was dabei herauskam, ist wirklich erstaunlich. (Foto: Markus Moch)

Der Aufbau dauerte über drei Jahre. Die Steuerung übernehmen mehrere Arduino-Boards. Die Fabrik nutzt unter anderem 25 Motoren, über 200 LEDs, sieben Ultraschallsensoren, sechs Infrarot-Sensoren und eine Unmenge an Endschaltern. Wenn Sie die Fabrik in Aktion sehen möchten, besuchen Sie die Youtube-Seite von Andre Klaus [10].

RasPi-Tablet

Wie der Name schon verrät, handelt es sich beim RasPi-Tablet um ein Tablet auf Basis des Mini-PCs. In ihm arbeitet ein Compute-Modul, das die gleiche CPU wie ein RasPi 3B+ mitbringt. Durch den Einsatz des Compute-Moduls fällt das Gehäuse flacher aus als bei anderen Raspberry-Pi-Tablets oder Notebooks.

Im Inneren bietet es noch viel Platz für eigene Entwicklungen. Das 19 x 12 x 3 cm messende Gehäuse des Tablets besteht aus stoßfestem, wasserdichtem Silikon und eignet sich daher für den industriellen Einsatz.

Sie bedienen das Tablet über den 7-Zoll-Touchscreen oder eine externe USB-Maus und Tastatur. Weitere technische Details finden Sie auf der Homepage des Projekts [11]. In den nächsten Wochen stellen die Macher das Gerät bei Kickstarter vor.

Floppy-Music

Man möchte es auf den ersten Blick gar nicht glauben, aber es ist tatsächlich möglich: Man kann mit alten Floppy-Laufwerken und einer Festplatte Musik erzeugen. Die Titel hören sich zwar etwas kratzig an, sind aber dennoch gut zu erkennen. Am Stand konnte man per Keyboard selbst auf den Floppys spielen.

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