Aus Raspberry Pi Geek 02/2018

Peach Pi macht den RasPi zum Desktop-Computer (Seite 3)

Hier empfiehlt sich eine Recherche nach kompatiblen WLAN-Sticks, die Ubuntu direkt unterstützt. Im Gegensatz zu Raspbian bietet Peach Pi speziell bei WLAN-Komponenten aufgrund der Integration proprietärer Firmware-Dateien eine wesentlich breitere Hardware-Unterstützung. Deswegen eignen sich häufig auch Dongles, die unter Raspbian nicht ohne Weiteres funktionieren.

In unserem Test machte der RasPi 2 mit Peach Pi eine befriedigende Figur. Es waren insbesondere bei CPU-lastigen Arbeiten zwar Latenzen spürbar, diese fielen jedoch weniger ausgeprägt aus als erwartet. Erst beim simultanen Öffnen mehrerer ressourcenhungriger Programme zeigte der kleinere RasPi deutliche Zeichen der Überlastung. Der Taskmanager belegt, dass die CPU im Schnitt deutlich stärker beansprucht wird als beim moderneren RasPi 3 (Abbildung 6). Ein RasPi 2 mit Peach Pi eignet sich also nur bedingt für die produktive Arbeit.

Fazit

Peach Pi demonstriert eindrucksvoll, dass der Raspberry Pi in der dritten Generation inzwischen in Bereiche vorstößt, die bisher klassischen Desktop-Computern vorbehalten waren. Dabei ermöglicht das Betriebssystem durch seine vielfältigen Anpassungen und die gelungene Software-Auswahl einen weitgehend reibungslosen Einsatz des Raspberry Pi 3 als Desktop-Rechner. 

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