Aus Raspberry Pi Geek 01/2016

Raspberry Pi als Synchronisierungszentrale einsetzen (Seite 3)

Nach jeder Änderung steht ein Neustart des Daemons an, wobei es bis zu einer Minute dauert, bevor die Geräte sich wiederfinden – das liegt jedoch am P2P-Prinzip. Mahnt nach einer Änderung der Konfiguration die Weboberfläche wiederholt einen Neustart an, schließen Sie sie und starten die Applikation neu.

Die Datenraten bei der Synchronisation erwiesen sich auf dem RasPi 2 als nicht berauschend. Hier müssen die Entwickler nachbessern; Bittorrent Sync zeigt sich in dieser Disziplin noch klar überlegen. Ein Einsatz auf dem Raspberry Pi der ersten Generation scheint daher nicht angeraten.

Die Startanleitung, die derzeit nur auf Englisch vorliegt, hilft über die ersten Hürden beim Einrichten hinweg [5], ein Youtube-Video erklärt auf Deutsch die Installation auf Debian und seinen Derivaten [6]. Darüber hinaus stellt das Projekt eine erweiterte Dokumentation [7] und eine recht ausführliche FAQ [8] bereit sowie eine Erklärung, welche Netzwerkeinstellungen Sie in Router und Firewall vornehmen müssen [9].

Fazit

Syncthing unterstützt viele Plattformen und eignet sich sowohl zur heimischen Datensynchronisation als auch zum Datenaustausch in Arbeitsgruppen oder mit Freunden. Die recht einfache Konfiguration und die fehlerfreie Synchronisation über mehrere Geräte lässt über die kleinen Schwächen hinwegsehen, die derzeit noch bestehen. Insgesamt präsentiert sich Syncthing als empfehlenswerte und vor allem freien Software in einem Bereich, in dem vornehmlich proprietäre Programme sowie die allgegenwärtige und oft gedankenlos genutzte Cloud die Platzhirsche stellen. 

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