Aus Raspberry Pi Geek 06/2014

UEFI-Rechner via PXE booten (Seite 2)

Abbildung 1: Ist im BIOS des Rechners UEFI aktiviert, starten Sie mit »F10« die Auswahl, welchen Modus der Rechner verwendet.

Abbildung 1: Ist im BIOS des Rechners UEFI aktiviert, starten Sie mit »F10« die Auswahl, welchen Modus der Rechner verwendet.

Auf dem als PXE-Server agierenden RasPi kopieren Sie die Dateien bootx64.efi und grub.efi ins TFTP-Bootverzeichnis, in dem Sie auch die Datei grub.cfg anlegen. Einen ersten Test können Sie aber bereits vorher starten: Ein Client-Rechner, der im EFI-Modus vom Netz bootet, zeigt anschließend den Grub-Prompt grub> an.

Grub2-Konfiguration

Die Einstellungen des Bootmenüs in der Datei grub.cfg übernehmen Sie direkt aus der Datei pxelinux.cfg/default. Allerdings müssen Sie die Syntax an einigen Stellen anpassen. Listing 3 und Listing 4 stellen die Unterschiede gegenüber.

Listing 3

 

# pxelinux.cfg/default
LABEL Ubuntu_14.04_Desktop
MENU LABEL Ubuntu 14.04 Desktop (live)
KERNEL /ubuntu_14.04_desktop/vmlinuz.efi
APPEND nfsroot=192.168.100.2:/data/nfs/ubuntu_14.04_desktop/ \
       netboot=nfs ro file=/cdrom/preseed/ubuntu.seed \
       boot=casper initrd=/ubuntu_14.04_desktop/initrd.lz
LABEL OpenSuse_13.1_Installer
MENU LABEL OpenSuse 13.1 Installer
KERNEL /openSuSE/13.1.64/linux
APPEND initrd=/openSuSE/13.1.64/initrd splash=silent showopts \
install=nfs://pi.homenet.local/data/nfs/openSuSE/13.1.64/

Listing 4

 

# grub.cfg
menuentry "openSuSE 13.1 64 Bit Installer" {
 linuxefi /openSuSE/13.1.64/linux splash=silent showopts \
 install=nfs://pi.homenet.local/data/nfs/openSuSE/13.1.64/
 initrd /openSuSE/13.1.64/initrd
}
menuentry "Fedora 20 64 Bit Installer" {
  linuxefi /fedora20/x86_64/vmlinuz lang=de_DE keyboard=de-latin1-nodeadkeys repo=nfs:pi.homenet.local:/data/nfs/fedora/x86_64
  initrdefi /fedora20/x86_64/initrd.img
}

Auf diese Weise starten allerdings nur Systeme, die den EFI-Modus unterstützen. Deswegen fehlen in der Bootauswahl einige häufig vorkommende Standards wie MEMTEST86 oder MSDOS. Darüber hinaus unterstützt OpenSuses Grub-EFI offenbar keine 32-Bit-Systeme.

Notlösung

Als negative Begleiterscheinung stellte sich heraus, dass Pxelinux-Systeme im UEFI-Modus deutlich langsamer laden als im BIOS-Modus. Daher empfiehlt es sich, den UEFI-Start nur zum Installieren von Systemen zu nutzen. Möchten Sie Rettungstools wie Parted Magic oder ein Diskless-System starten, greifen Sie am besten zum Legacy Mode. 

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