Aus Raspberry Pi Geek 06/2014

Mini-PC Cubietruck im Performance-Test (Seite 4)

Mit diesen Optimierungen stiegen die gemessenen Transferraten beim Hochladen einer großen Datei per FTP auf 33 MByte/s. Bei verschlüsselten Transfers war eine Steigerung zwar messbar, jedoch kaum zu spüren. Komplexere Anwendungen, zum Beispiel ein Webserver mit PHP, benötigen an das Nutzungsszenario angepasste Werte. Der PHP-Server könnte zum Beispiel von einem größeren Cache deutlich mehr profitieren als das Dateisystem.

Fazit

Der Cubietruck hinterlässt einen gemischten Eindruck. Für Multimedia disqualifiziert ihn die fehlende Decoder-Unterstützung; als Server bietet er zwar die doppelte Leistung wie die Himbeere, aber das zum dreifachen Preis. Und wer mit dem RasPi an Grenzen stößt, könnte trotzdem enttäuscht sein, denn auch eine Verdoppelung der Transferraten bedeutet auf einem so niedrigen Niveau nicht wirklich viel.

Trotzdem spricht auch einiges für den Cubietruck: Im 2-Watt-Bereich bietet er das umfassendste System auf dem Markt. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben will, greift als Kompromiss zum 30 Euro billigeren Banana Pi, muss dann aber mit weniger Speicher und Komponenten auskommen. Ein verkabelter Raspberry oder Banana Pi samt Festplatte sieht obendrein bei Weitem nicht so aufgeräumt aus wie ein entsprechend angeschlossener Cubietruck. 

Der Autor

Bernhard Bablok arbeitet bei der Allianz Managed & Operations Services SE als SAP-HR-Entwickler. Wenn er nicht Musik hört oder mit dem Rad beziehungsweise zu Fuß unterwegs ist, beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux und Objektorientierung. Sie erreichen ihn unter [email protected].

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