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Aus Raspberry Pi Geek 06/2013

Mit ArkOS selbstbestimmt Daten in der Wolke anbieten (Seite 3)

In Sachen Sicherheit meldet in Genesis 0.4 jede installierte Applikation die benötigten Ressourcen, etwa offene Ports, an ein kleines Programm, das diese gesammelt anzeigt. So können Sie schnell entscheiden, ob etwa eine Applikation nur im LAN agieren darf oder der Dienst im gesamten Internet zur Verfügung steht. In der Rubrik Server kommt die Möglichkeit hinzu, einen Mailserver mittels Postfix und Dovecot aufzusetzen. Ein Webapp-Plugin für Jekyll [12] gestattet, einfachen Text, Markup oder Textile in statischen Webseiten und Blogs umzusetzen und mithilfe des Webservers Nginx auszuliefern. Für die stabile Version Genesis 1.0, die im Verlauf des Spätherbstes erscheinen soll, ist zudem die Integration von Plugins für Tent [13], XMPP [14] und Pump.io [15] vorgesehen.

Nach dem Erscheinen von Genesis 1.0 steht dann erst einmal die Lokalisierung der Anwendung in andere Sprachen im Vordergrund. Wer hier gerne beitragen möchte, Genesis ins Deutsche oder in andere Sprachen zu übersetzen, kann sich direkt an Jakob Cook wenden [16]. Bugreports sind auf Github [17] willkommen, wo ArkOS auch gehostet ist.

Fazit

ArkOS gefällt sowohl von der Idee als auch von der Umsetzung her. Die aktiv entwickelte Distribution soll noch in diesem Jahr die stabile Version 1.0 erreichen. Sie lässt sich nicht nur über viele vorhandene Erweiterungen ausbauen, sondern auch mit eigenen Python-basierten Plugins individuell anreichern. Auch Webapp-Konfigurationen kann man selbst erstellen oder bereits vorhandene an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Der Entwickler zeigt sich offen für Ideen, ArkOS weiter auszubauen und zu verbessern.

Der Raspberry Pi zeigte während unserer Tests unter ArkOS keinerlei Lastprobleme, sowohl ein installiertes Owncloud als auch WordPress liefen ausreichend flott. Der derzeitige Projektstand reicht zum Testen innerhalb des eigenen Netzwerkes vollkommen aus und erlaubt bereits eine fundierte Entscheidung darüber, ob ArkOS zukünftig das Mittel der Wahl für die eigene Datenhaltung sein kann. 

Der Autor

Ferdinand Thommes lebt und arbeitet als Linux-Entwickler, freier Autor und Stadtführer in Berlin.

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