Aus Raspberry Pi Geek 06/2013

Den Raspberry Pi in einen Laptop verwandeln (Seite 3)

Praxistest

Der Pi-Laptop läuft in der Praxis zuverlässig und solide. Durch die hochwertige Verarbeitung kann sich das Gerät auch in der Öffentlichkeit sehen lassen. Dabei punktet es besonders durch seine üppige Laufzeit: Der RasPi nimmt nur wenig Leistung auf, der Lapdock-Akku protzt mit reichlich Kapazität. Im Test erreichten wir im moderaten bis intensiven Akku-Betrieb Laufzeiten von bis zu acht Stunden in der grafischen Oberfläche. Die ließ sich noch verlängern, indem wir statt in den Desktops auf die Konsole booteten.

Bitte beachten sie: Immer, wenn Sie den Deckel des Lapdocks schließen, wird die Stromversorgung kurz unterbrochen, wodurch der Raspberry Pi neu startet. Möchten Sie also eine Arbeitssitzung beenden, dann sollten Sie zuerst den Pi ordnungsgemäß herunterfahren und erst danach den Display-Deckel nach unten klappen.

Optionale Zusätze

Noch kompakter fällt die RasPi/Lapdock-Kombination aus, wenn Sie den Minirechner in ein passendes Gehäuse verpacken und dieses mit einem doppelseitigen Klebeband direkt hinter dem aufklappbaren Display des Lapdocks fixieren.

Möchten Sie unterwegs den Internetzugang eines Smartphones auf den Pi-Laptop tethern, benötigen Sie einen WLAN-Stick. Den sollten Sie statt am RasPi lieber am Lapdock anstecken. Dafür empfehlen sich Micro-Adapter, da diese aufgrund ihrer geringen Maße quasi im Gehäuse verschwinden.

Für das “optische Tuning” bietet die Raspberry Pi Foundation Aufkleber mit dem Himbeer-Logo zum Kauf an [3]. Mittels der großen Variante lässt sich das Motorola-M hinten auf dem Lapdock-Display überdecken. Der kleinere Aufkleber findet auf dem [fn] der Tastatur Platz, sodass der RasPi-Laptop dann über eine stilechte Himbeer-Taste verfügt (Abbildung 5).

Abbildung 5: Kennen Sie schon die Himbeer-Taste?

Abbildung 5: Kennen Sie schon die Himbeer-Taste?

Fazit

Steht Ihnen der Sinn nach einem preiswerten und soliden Raspberry-Pi-Laptop für den täglichen Einsatz, dann sind Sie beim Atrix-Lapdock an der richtigen Adresse. Da das Dock – insbesondere gebraucht – deutlich günstiger kommt als ein HDMI-Monitor, kann die RasPi/Lapdock-Kombi selbst im stationären Einsatz Sinn ergeben. 

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