Shopping-Tour
Adapter, die auf der einen Seite eine Micro-HDMI-Buchse und auf der anderen einen HDMI-Stecker aufweisen, gibt es auf dem deutschen Markt nur wenige. Der kleinste auffindbare Kandidat scheint derjenige von Inline zu sein, den eine Vielzahl von Amazon-Marketplace-Händlern anbietet [1]. Wie Sie weiter unten sehen werden, ist es ratsam, zusätzlich noch ein HDMI-Kabel und eine HDMI-Kupplung [2] anzuschaffen.
Für die USB-Verbindung benötigen Sie ein möglichst schmales Micro-USB-Verlängerungskabel, das auf der einen Seite eine Micro-USB-Buchse und auf der anderen einen Micro-USB-Stecker aufweist, sowie einen Adapter von Micro-USB-Buchse auf USB-Stecker. Beides findet sich wiederum problemlos via Ebay und Amazon Marketplace.
Platz schaffen
Da die beiden Micro-Stecker des Lapdocks sich auf extrem engen Raum drängen, gilt es, erst einmal genug Platz für das Anstecken der beiden Adapter zu schaffen. Dazu lösen Sie die rings um die beiden Stecker des Lapdocks vorhandene Abdeckplatte (Abbildung 2), indem Sie einen flachen Schraubenzieher in den Spalt zwischen Platte und Lapdock schieben, während Sie gleichzeitig vorsichtig an der Platte ziehen.
Wenn Sie nun probieren, auf den am Gerät angebrachten Micro-HDMI-Stecker den neu gekauften Micro-HDMI-nach-HDMI-Adapter aufzustecken, werden Sie merken, dass Sie diesen nur bis zur Hälfte aufsetzen können. Ziehen Sie ihn deswegen wieder ab, und feilen Sie von der Oberseite eine Schräge ab (Abbildung 3).
@L:Zusätzlich empfiehlt es sich, bereits jetzt auch eine dünne Schicht an der linken Seite des Adapters zu entfernen, damit später mehr Platz für das daneben vorbeilaufende Micro-USB-Kabel bleibt. Jetzt können Sie den Adapter so weit auf das Lapdock aufstecken, dass er einrastet. Theoretisch ließe sich nun bereits ein Raspberry Pi mittels seiner HDMI-Buchse direkt oben auf den HDMI-Adapter stecken.
In der Praxis erweist sich das aber als äußerst wacklige Angelegenheit: Die kleinste Erschütterung des Laptops führt zu einer Unterbrechung der HDMI-Verbindung. Deshalb bekommt der Micro-HDMI/HDMI-Adapter nun eine HDMI-Kupplung spendiert, deren oberes Ende Sie mittels eines HDMI-Kabels mit dem RasPi verbinden (Abbildung 4).

Abbildung 4: Für eine stabile HDMI-Verbindung empfiehlt es sich, den Pi nicht direkt auf den HDMI-Adapter aufzustecken.
Ein erster Test
Jetzt steht ein erster Test für die Übertragung des Videosignals an. Falls der Akku des Lapdocks nicht aufgeladen ist, schließen Sie dessen Netzteil an. Klappen Sie dann den Bildschirm noch vor dem Anstecken des HDMI-Kabels hoch. Verbinden Sie nun den ausgeschalteten RasPi über die in Abbildung 4 sichtbare HDMI-Adapter-Kombination mit dem Lapdock.
Nun sollte in der oberen linken Ecke des Lapdock-Trackpads ein weißes Licht aufleuchten, darüber hinaus müsste für zwei Sekunden auf dem Bildschirm der Schriftzug No Signal / Input HDMI erscheinen. Ist das nicht der Fall, hat das Lapdock das Einstecken des HDMI-Adapters nicht erkannt. In diesem Fall gilt es, zu kontrollieren, ob der Adapter den Micro-HDMI-Stecker wirklich vollständig umfasst – gegebenenfalls müssen Sie mit der Feile nacharbeiten. Klappt trotz Nachbesserung der Verbindungsaufbau nicht, müssen Sie wahrscheinlich ein anderes HDMI-Kabel verwenden. Insbesondere Billig-Strippen halten sich nicht immer an den Standard.
Falls jedoch die Verbindung glückt, schließen Sie jetzt den Raspberry Pi ans Stromnetz an (vorerst noch über sein eigenes Netzteil). Sie sollten nun den Bildschirminhalt des RasPi auf dem Display des Lapdocks sehen.
USB-Verbindung
Mangels USB-Verbindung kann der RasPi bislang weder Strom vom Lapdock beziehen noch dessen Eingabegeräte wie Maus und Tastatur nutzen.
Schalten Sie deswegen den Minicomputer zunächst wieder aus. Stecken Sie nun das Micro-USB-Verlängerungskabel an das Lapdock an, und verbinden es über den entsprechenden Adapter mit einer der beiden USB-Buchsen des RasPi. Das Zwischenschalten des schmalen Verlängerungskabels ist auch hier aus Platzgründen notwendig.
Nach einem erneuten Anschalten funktionieren nun auch Lapdock-Tastatur, das eingebaute Touchpad sowie die Stromversorgung via Akku direkt.






