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Aus Raspberry Pi Geek 06/2013

Acht erschwingliche ARM-Platinencomputer (Seite 2)

Abbildung 3: Beagleboard xM

Abbildung 3: Beagleboard xM

Beagleboard xM

CPU

Cortex-A8 (1 GHz)

RAM

512 MByte DDR2

Anschlüsse

Micro-USB (USB-OTG), DVI-D (als HDMI-Port), 4 USB, RJ45, JTAG, Micro-SD, Stereo Out/In, S-Video, RS232, Kamera, Strom

Abmessungen

76 x 76 Millimeter

Preis (ca.)

150 Euro

Bezugsquelle

Watterott, http://www.watterott.com

Cubieboard

Als potenziellen RasPi-Killer bringt Cubieboard [5] eine Platine gleichen Namens in Stellung, die mit einem Listenpreis von 49 US-Dollar schon kostentechnisch im selben Segment rangiert. In Deutschland muss man derzeit allerdings knapp 60 Euro für ein Cubieboard (Abbildung 5) berappen. Für 10 Euro mehr gibt es ein Kit aus Board, USB-Stromkabel, SATA-Kabel und einem einfachen Gehäuse. Ein Cortex-A10-Prozessor mit 1 GHz Taktrate sorgt für mehr Vortrieb als die 700-MHz-CPU des Raspberry Pi. Mit 1 GByte DDR3-Speicher gibt es auch mehr RAM als der Pi bietet. 4 GByte fest installierter NAND-Flashspeicher machen einen Micro-SD-Kartenslot theoretisch überflüssig, trotzdem ist er vorhanden. Zwei USB-Ports und ein Ethernet-Anschluss helfen verbinden.

Monitore steuert das Cubieboard über einen echten HDMI-Anschluss an. Ein Klinkenstecker liefert Audio-Signale, falls der Ton nicht ohnehin über HDMI nach außen dringt. Das Board besitzt spannenderweise auch einen SATA-Port, um entsprechende Storage-Devices direkt mit dem Device zu verbinden. Insgesamt stellt das Cubieboard also eine sehr interessante Alternative zum RasPi dar, und das nicht nur preislich. Die Installation von Ubuntu funktioniert gut, und auf der Produktwebsite findet sich obendrein eine Video-Anleitung, die unter Mithilfe von BerryBoot zu einem lauffähigen System führt.

Abbildung 4: Cubieboard

Abbildung 4: Cubieboard

Cubieboard

CPU

Cortex-A10 (1 GHz)

RAM

1 GByte DDR3

Onboard-Speicher

4 GByte NAND-Flash

Anschlüsse

Micro-USB (USB-OTG für die Stromzufuhr), HDMI, 2 USB, RJ45, JTAG, Micro-SD, 3,5-Millimeter-Klinke

Abmessungen

100 x 60 Millimeter

Preis (ca.)

ca. 60 Euro

Bezugsquelle

EXP Tech, http://www.exp-tech.de

Cubox

Dass ARM-Entwicklerboards auch Nicht-Entwickler ansprechen, ist den einschlägigen Herstellern nicht entgangen. Für den RasPi kursieren im Netz bereits diverse Anleitungen, um aus ihm einen Fileserver oder ein Multimedia-System zu machen. Auf diesen Trend zum Minisystem reagieren die Firmen, indem sie Entwicklerboards in schönen Gehäusen auf den Markt bringen. Ein Paradebeispiel dafür liefert die Cubox [6]. Im Grunde bietet sie nichts Spektakuläres: Ein ARM-PJ4-Prozessor mit 800 MHz und 1 GByte RAM markieren in der Konkurrenz eher die Einstiegsschwelle.

Auftrumpfen kann die Cubox (Abbildung 5) am ehesten mit ihren Anschlüssen: Gigabit-Ethernet und einen eSATA-Port sucht man bei manch anderem Gerät vergebens. Ansonsten erhält der Kunde Hausmannskost: Zwei USB-Ports, S/PDIF-Ausgang, Micro-SD sowie Micro-USB für die Stromversorgung. Wer mehr Geld auf den Tisch legt, erhält die “Pro”-Ausstattung mit 2 GByte RAM. Preislich siedelt sich die Cubox auf Augenhöhe mit teureren Developer-Boards an: Die Grundversion kostet umgerechnet 145 Euro, die “Pro”-Version 30 Euro mehr. Beide sind derzeit nur über einen Händler in England zu bekommen.

Abbildung 5: Cubox

Abbildung 5: Cubox

Cubox

CPU

ARM PJ4 (800 MHz)

RAM

1 GByte DDR3

Anschlüsse

Micro-USB (USB-OTG für Strom), HDMI, 2 USB, RJ45, Micro-SD, eSATA, S/PDIF

Abmessungen

54 x 54 x 42 Millimeter

Preis (ca.)

145 Euro

Bezugsquelle

New IT, http://www.newit.co.uk

Toradex Colibri T20

Die Colibri-T20-Produktfamilie [7] steht beispielhaft für eine Klasse, ab der hauptberufliche Embedded-Entwickler die Arbeit aufnehmen. Die Schweizer Toradex AG liefert ein Carrier-Board, auf dem Huckepack ein kleineres CPU-Board sitzt (Abbildung 6).

Der Gag: Es gibt von beiden Platinen mehrere Versionen, die sich untereinander austauschen lassen. Ein Entwickler bestellt sich das Pärchen, das dem späteren Gerät am nächsten kommt, und legt los. Der Hersteller erhofft sich, dass das spätere Serienprodukt dann ebenfalls auf seinem CPU-Modul beruht.

Für satte Grafikleistung sorgt die Bestückung des Colibri T20 mit einem Nvidia-Gforce-Chip. Bei dieser Ausstattung stellt es keinerlei Problem dar, Full-HD-Videos in Hardware zu decodieren und per HDMI zu übertragen. Bei der Art und Menge der Ports und Anschluss-Pins macht sich die Ausrichtung auf Profis bemerkbar – bei den Preisen auch.

Abbildung 6: Toradex Colibri T20

Abbildung 6: Toradex Colibri T20

Toradex Colibri T20

Vier kompatible CPU- und vier Carrier-Boards verfügbar. Zum Beispiel:

CPU

Nvidia Tegra 2 (Cortex-A9 Dualcore), 1 GHz

RAM

512 MByte DDR2

Anschlüsse

2 USB (OTG für die Stromversorgung), HDMI (Dual-Display-Controller), 2 Micro-SD, RJ45, 2 I2C + DDC, 4 SPI, One-Wire, 3 RS232, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, Anschlüsse für RGB- und LVDS-Displays, diverse Analog- und Digital-Pins

Abmessungen

100 x 72 Millimeter

Preis (ca.)

T20 512MB V1.2A 100 Euro; Iris Carrier Board 80 Euro

Bezugsquelle

Toradex, http://www.toradex.com

Cotton Candy

Weit vom Entwicklerboard liegt der Cotton Candy (Abbildung 7) entfernt. Der Hersteller beschreibt sein Produkt als “Any Screen Microcomputer” [8] und gibt so die Marschrichtung vor: Der Cotton Candy erreicht im geschlossenen Gehäuse den Käufer und soll sich unterwegs mit jedem Bildschirm problemlos verbinden lassen. Eine A9-Cortex-CPU mit zwei Kernen zu je 1,2 GHz treibt den Stick an, 1 GByte RAM genügt für die meisten Anwendungen. Das Gerät lässt sich um eine Micro-SD-Karte erweitern und bringt einen HDMI-Anschluss mit. Es kommt mit der Leistung aus, die ein USB-Anschluss bereitstellt, beispielsweise der eines USB-Hubs am Monitor. Der ebenso schicke wie handliche Stick eignet sich damit für den Einsatz als mobiler Mini-PC.

Abbildung 7: Cotton Candy

Abbildung 7: Cotton Candy

Cotton Candy

CPU

Cortex-A9 Dualcore, 1,2 GHz

RAM

1 GByte DDR3

Anschlüsse

USB (für die Stromzufuhr), Micro-USB (OTG) HDMI, Micro-SD

Funk-Technologie

WLAN, Bluetooth

Abmessungen

80 x 25 x 10 Millimeter

Preis (ca.)

155 Euro

Bezugsquelle

C-Stick (Norwegen), http://store.cstick.com

Trim Slice Pro

Compulab offeriert in Form des Trim Slice Pro [9] einen Minicomputer, der wie der Cotton Candy ein Überall-Computer sein soll und sich dabei mit insgesamt 3 Watt Stromaufnahme zufriedengibt. Die Hardware hebt sich nicht maßgeblich von jener der Konkurrenz ab: Das System basiert auf einer Nvidia-Tegra-2-CPU (Cortex-A9) mit 1 GHz Taktrate und verfügt über 1 GByte RAM. Neben USB- und Micro-USB-Anschlüssen gibt es S/PDIF, Gigabit-Ethernet, WLAN und einen Slot für SD-Karten. Ein RS232-Anschluss entsteht per Adapter, die Video-Ausgabe erfolgt via HDMI und DVI-D.

Als Besonderheit liefert der Hersteller das Gerät mit einer 32 GByte großen SSD aus, die sich sauber in das Gehäuse integriert. Entsprechend stolz fällt der Preis aus: Nicht weniger als 460 Euro will der französische Distributor IPC4U für das Gerät haben. Wo der Vorteil von einer echten SSD gegenüber einer gleich großen Micro-SD-Karte liegt, verrät er jedoch nicht.

Abbildung 8: Trim Slice Pro

Abbildung 8: Trim Slice Pro

Trim Slice Pro

CPU

Nvidia Tegra 2 (Cortex-A9), 1 GHz

RAM

1 GByte DDR3

Anschlüsse

Strom, Micro-USB (OTG), HDMI, DVI-D, SD, 3 USB, RJ45, RS232, WLAN-Antenne, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, SATA (intern)

Funk-Technologie

WLAN, Bluetooth

Abmessungen

130 x 95 x 15 Millimeter

Preis (ca.)

ab rund 460 Euro

Bezugsquelle

IPC4U (Frankreich), http://www.ipc4u.fr

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