Google ist seit Jahren nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. Sei es Android, Chrome, die Suche, Google Drive, Google Maps oder Google Mail. Google ist omnipräsent – und das birgt Risiken.
Google respektive die Holding Alphabet gehört mit einem Jahresumsatz von über 300 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von über 80 Milliarden Dollar zu den Big Five der Tech-Branche.
Google mit seiner Unzahl von Diensten haben viele fest in ihren Alltag integriert. Ob nun Software in Form von Google Chrome, Android und Chromium, oder Online-Diensten wie Maps, die klassische Suche, Google Mail oder neuerdings die KI Gemini. Die Datenspur, die ein durchschnittlicher Google-Nutzer hinterlässt, ist gewaltig. Sie erhöht sich noch einmal sehr deutlich mit dem Verwenden von Googles Browser Chrome. Der versendet auch dann Daten an das Unternehmen, wenn Sie ihn im Inkognito-Modus betreiben.
Doch das ist nicht der Grund, warum die US-Behörden aktuell gegen Google vorgehen. Vielmehr ist ihnen die Vormachstellung des Chrome-Browsers und der darin präferierten Google-Suche ein Dorn im Auge. Weltweit besitzt dieser einen Marktanteil von derzeit 67 Prozent, andere Browser, die die Render-Engine Blink ebenfalls nutzen, noch nicht mitgerechnet. So steht in dem Antrag: “Das Gericht stellte nach einem langwierigen Verfahren fest: Google ist ein Monopolist und hat als solcher gehandelt, um sein Monopol aufrechtzuerhalten”.
Dazu gehört auch ein Ende von Deals mit anderen Firmen, um für die standardmäßige Vorinstallation der Google-Suche auf deren Geräten und Internetbrowsern zu sorgen. Die Alphabet-Tochter soll zudem für fünf Jahre der Wiedereinstieg in den Browsermarkt untersagt werden. Darüber hinaus stehen auch Überlegungen im Raum, Android aus Googles Ägide auszugliedern.
Welche Konsequenzen das für Google hat, bleibt zunächst offen. Wer davon aber gewiss profitiert, ist der Anwender. Denn der Chrome-Browser kommuniziert so gut wie alles, was er mit dem Browser macht, an das Unternehmen. Das wiederum verschneidet die Daten mit den schon vorhandenen anderer Dienste und erhält daraus ein nahezu vollständiges Profil. Das würde in Zukunft dann nicht mehr so einfach funktionieren.
Ob diese Aufforderung allerdings bestehen bleibt, wenn Trump im Januar wieder das Ruder übernimmt, bleibt abzuwarten.
Herzliche Grüße,
Thomas Leichtenstern
Redakteur

