Langsam grenzt es an moderne Wegelagerei, was sich Firmen wie Alpha, Meta, Apple oder Microsoft herausnehmen. Jeder greift sich ohne jede Scham so viele Daten ab, wie er nur bekommt, findet Redakteur Thomas Leichtenstern.
Bei den meisten dürfte es sich herumgesprochen haben: Personenbezogene Daten sind eine sprichwörtliche Goldgrube für Unternehmen. Entsprechend verstärken viele davon ihre Bemühungen, noch mehr davon zu bekommen, als sie es eh schon tun.
Denn Nutzerdaten besitzen einen bezifferbaren Wert. Nicht ohne Grund zählen Firmen wie Facebook, Google oder Microsoft zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Doch davon sieht der Nutzer, von dem sie stammen, in der Regel nicht viel, höchstens das kostenlose Verwenden eines Dienstes, manchmal nicht einmal das.
Ein gutes Beispiel dafür liefert Microsoft. Windows 11 bringt ohne Zweifel viele beeindruckende Funktionen mit, die den Alltag erleichtern. Doch verkommt es gleichzeitig immer mehr zur Werbeplattform und Datenkrake, der das Bedürfnis nach Datenschutz seiner Nutzer weitgehend ignoriert. Die Informationen, die das Betriebssystem sammelt, gehen weit über das hinaus, was für einen reibungslosen Betrieb notwendig wäre. Microsoft sammelt nicht nur anonyme Metriken, sondern auch persönliche Texteingaben, Absturzberichte und detaillierte Nutzungsdaten, die in Summe ein recht präzises Profil von Ihnen ergeben. Unterm Strich muss man festhalten: Ein Windows-Nutzer hat die Herrschaft über seine Daten und darüber, was und wie viel er von sich preisgeben möchte, spätestens mit Windows 11 verloren, da helfen auch die vielen Tweaks und Programme nur wenig, die im Internet kursieren.
Nicht anders verhält es sich inzwischen bei neuen Fahrzeugen.
Zugeben: Linux hat seine Ecken und Kanten, es erfordert auch eine gewisse Lernkurve, um sich darin zurechtzufinden. Aber eines eint die meisten Distributionen: Ihre Daten bleiben dort, wo sie hingehören – bei Ihnen.
In eigener Sache: Bei RasPi Geek 12/2023-01/2024 traten teilweise Probleme bei der Heftzustellung auf. Wir bitten deswegen um Entschuldigung. Sollten Sie als Abonnent kein Heft erhalten haben, kontaktieren Sie bitte den Computec Kundenservice telefonisch unter +49 911 99399098 oder per E-Mail an mailto:[email protected].
Herzliche Grüße,
Thomas Leichtenstern
Redakteur


