Aus Raspberry Pi Geek 02/2022

Raspberry-Pi-Outdoor-Kamera mit Regenrohrgehäuse (Seite 3)

Jetzt sollte die Outdoor-Montage irgendwo in der Nähe einer Gartensteckdose erfolgen. Bei mir findet sich der Stromanschluss im Schaltkasten eines Tors. Wenn Sie dieselbe Konstruktion wählen wie ich, schlagen Sie zuerst den Zaunpfahl ein, richten ihn senkrecht aus und setzen dann versuchsweise das Standrohr auf (Abbildung 6). In dieses Rohr müssen Sie noch ein hinreichend großes Loch bohren, um das Versorgungskabel des Computers nach außen führen zu können. Wenn übrigens, wie im Bild, das Standrohr den Pfahl nicht bis unten umschließen soll, geben Sie die Aufsteckhöhe mit drei kleinen Nägeln oder Schrauben im Pfahl vor. Wieder gilt es, eine Falle zu umgehen: Das Loch für das Kabel muss oberhalb der Pfahloberseite im Rohr bleiben.

Abbildung 6: Seitenansicht des Regenrohrgehäuses.

Abbildung 6: Seitenansicht des Regenrohrgehäuses.

Jetzt folgt der erste Test im Feld. Ich muss zugeben, dass ich überrascht war, wie zuverlässig das Bild auf dem PC im Haus erschien. Beim Zusammenbau hatte die Empfangsstärkenanzeige des Mini-Computers nicht voll ausgeschlagen, obwohl ich fast direkt neben dem WLAN-Router im Haus saß – das weckte Bedenken. Hier draußen aber entpuppte sich der Empfang als absolut zufriedenstellend, obwohl beispielsweise das WLAN-Modul meines Mobilfunkgeräts an derselben Stelle schwächelt. Der Raspberry Pi bleibt sogar zuverlässiger im Netz als die NC450, der hinter dem Haus weit mehr WLAN-Power zur Verfügung steht.

Ausblick

Als letzter Schritt erfolgt das Aufsetzen der großen Gegenlichthaube (das HTUG-Anschlussstück). Sie passt nur dann auf den 5-Zentimeter-Stummel, wenn man einen weichen Gummidichtungsring um das Rohrstück legt. Ich habe Reste einer Spültischabschlussdichtung verwendet; ein Abschnitt eines alten Fahrradreifens, Dichtungsband oder dergleichen sollten es aber auch tun. Es kann sein, dass die Rundung die Ecken des Kamerabilds am Ende ein klein wenig abschattet, aber das tut dem Erfolg keinen Abbruch.

Das war es für diesmal schon. In der nächsten Folge dieser kleinen Serie geht es darum, die Bildgebung zu optimieren, Bewegungsalarme zu konfigurieren und die RasPi-Kamera in eine Open-Source-Überwachungszentrale einzubinden. (cla)

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