
Abbildung 3: Die Teamviewer-IoT-Applikation eignet sich auch für den Raspberry Pi, Beaglebone oder Arduino.
Teamviewer verwendet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass keine zusätzlichen Kosten für ein zusätzliches VPN entstehen. Teamviewer bietet seine Software für kleine private Projekte (zwei Endpunkte pro Account) in der Regel kostenfrei an. Mehr zu Teamviewer IoT finden Sie auf der Homepage [7].
OSADL
Bei den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Raspberry Pi stellt sich die Frage, ob dieser sich auch für Echtzeitanwendungen eignet. Die Antwort lautet: im Prinzip ja. Um den RasPi unter Linux echtzeitfähig zu machen, bedarf es jedoch einiger Vorbereitungen. Das Open Source Automation Development Lab (OSADL) beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und stellt auf der Homepage des Projekts [8] alle nötigen Informationen zur Verfügung, um den Raspberry in ein Realtime-System zu verwandeln.
Prinzipiell gilt es, einen speziellen RT-Kernel zu kompilieren, mit dem der Raspberry Pi bootet. Ein RasPi 3 erreicht so Latenzzeiten um die 114 Mikrosekunden – ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass aktuelle Industriesteuerungen in der Regel selten kürzere Zykluszeiten als 500 Mikrosekunden erreichen.
F&S
Die Firma F&S betätigt sich schon seit vielen Jahren in den Bereichen Single-Board Computer (SBC) und System-on-Module (SOM). PicoCore [9] ist derzeit mit einer Größe von 4 x 3,5 Zentimetern das kleinste Steckmodul (Abbildung 4). Das Modul führt bis zu 230 Signale über die Steckverbinder nach außen.

Abbildung 4: Die Stärke des Einplatinen-Computers PicoCore liegt in der Skalierbarkeit. (Quelle: fs-net.de)
Die Grundidee hinter den Steckmodulen besteht in der Austauschbarkeit. Stellt sich während eines Projekts heraus, dass die Rechenleistung nicht ausreicht, wechselt man einfach das Modul, ohne das komplette Platinenlayout anpassen zu müssen. Die Module der PicoCore-Familie basieren auf NXP-CPUs, was eine lange Verfügbarkeit (mehr als 10 Jahre) der Produkte sicherstellt.
TÜV
Schon heute machen sich die Mitarbeiter der TÜV Informationstechnik GmbH Gedanken über die Bedrohungen von morgen. Die fortschreitende Entwicklung von Quantencomputern droht viele der aktuell als sicher geltenden Authentifizierungs- und Verschlüsselungsverfahren angreifbar zu machen. Deswegen setzt sich der TÜV schon jetzt mit Sicherheitsverfahren auseinander, die sich auch mithilfe von Quantencomputern nicht umgehen lassen.
Auf der Webseite der TÜV Informationstechnik GmbH [10] finden Sie weitreichende Informationen zu diesem Thema. Dort gibt es unter anderem ein Whitepaper, das sehr detailliert in das Thema einführt und auch beschreibt, warum eine sichere Implementierung genauso wichtig ist wie das Verfahren selbst.
Fazit
Ein offensichtlicher Pluspunkt einer virtuellen Messe besteht darin, dass man nicht zu einer unchristlichen Zeit aufstehen muss, um sich in einen überfüllten ICE nach Nürnberg zu zwängen. Das typische Messegefühl stellte sich aber bei vielen Ausstellern nicht ein, die Videochats könnte man in vielen Fällen spannender gestalten.
Es wirkt lieblos, wenn man sich im Homeoffice einfach nur hinsetzt und etwas erzählt. Selbst bei großen Unternehmen fehlte oft das Branding. Ein kleiner Aufsteller mit dem Firmenlogo oder ein passender virtueller (oder auch realer) Hintergrund hätten hier Wunder gewirkt.
Für die Besucher gestaltet es sich schwierig, ohne die gewohnten themenoriertierten Messehallen die für sie interessanten Themen zu finden. Auch das zufällige Stolpern über ein noch unbekanntes Unternehmen fällt auf der virtuellen Messe flach. Die parallel laufenden Fachvorträge waren gut vorbereitet und sehr informativ. Das Knüpfen neuer Kontakte funktionierte tatsächlich sehr gut. Die Ansprechpartner an den virtuellen Ständen erweisen sich als kompetent – sofern verfügbar.





