Aus Raspberry Pi Geek 04/2020

3D-Druck-Trends auf der Formnext 2019 in Frankfurt (Seite 2)

Der Drucker arbeitet mit den Inkjet-Verfahren, bringt also flüssige Tinte auf, die direkt unter UV-Licht aushärtet. Allerdings liegt der Preis für Privatanwender derzeit zu hoch. Es bleibt die Hoffnung, dass bald einige Dienstleister Ausdrucke mit diesen Gerät anbieten. Um einen Eindruck zu bekommen, was der Mimaki 3DUJ-553 alles leisten kann, schauen Sie auf der Seite des Herstellers vorbei.

Abbildung 2: Aufgrund der extrem hohe Auflösung und dem Einsatz von bis zu 10 Millionen Farben ist der Mimaki 3DUJ-553 in der Lage, sehr detailreiche Objekte in einem Zug zu drucken.

Abbildung 2: Aufgrund der extrem hohe Auflösung und dem Einsatz von bis zu 10 Millionen Farben ist der Mimaki 3DUJ-553 in der Lage, sehr detailreiche Objekte in einem Zug zu drucken.

DP Polar GmbH

Die Firma DP Polar GmbH [4] stellte auf ihrem Messestand eine Weltneuheit vor: den AMpolar i2 mit einem Bauraum von 700 Litern. Er arbeitet mit dem Inkjet-Verfahren, bei dem sich die Werkstücke auf einer rotierenden Druckfläche innerhalb des Druckers befinden. Auf diese Weise lassen sich Hunderte verschiedener Werkstücke gleichzeitig drucken. Freilich eignet sich der AMpolar i2 Drucker aufgrund seiner Ausmaßen und des Preises nicht für Privatanwender – nichtsdestotrotz ein interessantes Gerät. Ein Blick auf die Homepage des Herstellers lohnt auf jeden Fall.

3dk.berlin

Die Firma 3dk.berlin [5] bietet ein hitzebeständiges Filament an, das laut Hersteller Temperaturen bis 230 Grad Celsius widersteht. Normales Filament verliert bereits bei erheblich niedrigeren Temperaturen seine Festigkeit. Zu den möglichen Anwendungen zählt der Druck von Teilen, die einer gewissen Hitze ausgesetzt sind, also etwa Teile im Motorraum oder Griffe von Töpfen. Neben dem hitzebeständigen Filament biete die Firma ein Material in über 90 Farben an, das als lebensmittelrechtlich unbedenklich zertifiziert ist.

Dremel

Die Firma Dremel [6] stellte auf ihren Stand gleich mehrere 3D-Drucker vor. Die Geräte verfügen alle über ein Display, über das der Benutzer alle Funktionen steuert. Die Firma legt dabei besonderen Wert auf Betriebssicherheit und einfache Bedienung. Aus diesem Grund eignen die Dremel-Drucker sich besonders für die Aus- und Weiterbildung. Alle Modelle erkennen automatisch die Art des Filaments, was aber nur bei Originalmaterial vom Hersteller klappt. Die Preise der Geräte bewegen sich in einem Rahmen, der sie auch für solche Privatanwender interessant macht, die nicht viel basteln.

Ultimaker

Auch die Firma Ultimaker [7] war mit ihren aktuellen Modellen auf der Messe vertreten. Besonders ins Auge stach das Ultimaker S5 Pro Bundle. Die Kombination erweitert den Drucker um eine Materialstation, die Platz für bis zu sechs Rollen Filament bietet. Das Gerät regelt die Luftfeuchtigkeit in der Station automatisch auf unter 40 Prozent. Wird während des Drucks ein Filament aufgebraucht, wechselt der Zuführmechanismus automatisch zum nächsten. Das Bundle enthält außerdem einen Air Manager, der 95 Prozent der Feinstaubpartikel filtert und für einen kontrollierten Luftstrom in Inneren des Druckers sorgt. Dadurch hat das Werkstück immer die optimale Temperatur.

Abbildung 3: Der Ultimaker S5 Pro Bundle bietet in einem separaten Modul Platz für bis zu sechs Rollen Filament.

Abbildung 3: Der Ultimaker S5 Pro Bundle bietet in einem separaten Modul Platz für bis zu sechs Rollen Filament.

Promod

Der Dienstleister Promod [8] hat sich auf die Herstellung von Prototypen und Kleinserien spezialisiert. Das Unternehmen unterstützt Kunden von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Als Kunde benötigen Sie kein einziges Gerät im eigenen Haus. Die Zeit, um ein Produkt zur Marktreife zu bringen, verkürzt sich erheblich, da erfahrene Partner an Bord sind – was freilich seinen Preis hat.

Werth Messtechnik

Beim Herstellen von Werkstücken mit 3D-Druckern ist es wichtig, am Ende des Herstellungsprozesses zu überprüfen, ob die Maße alle stimmen. Dafür hat die Firma Werth [9] sehr präzise Messgeräte entwickelt, die Toleranzen bis in den Mikrometer-Bereich ermitteln. Die 3D-Druck-Technik ermöglicht es darüber hinaus, sehr komplexe geschlossene Objekte zu erzeugen, die sich mit üblichen Messmethoden gar nicht mehr überprüfen lassen. Dafür hat die Firma ein Verfahren entwickelt, das mittels Röntgenstrahlen ins Innere eines Werkstücks blickt, um dort ebenfalls zerstörungsfrei zu messen.

Autodesk

Als Basis eines jeden 3D-Drucks dient ein digitales Modell, das durch Einscannen einer Form oder über eine entsprechende Software entsteht. Geht es darum, technische 3D-Modelle zu erstellen, kommen oft CAD-Programme zum Einsatz. Die Firma Autodesk [10] ist für ihre Software in diesem Bereich bekannt. Gleich zwei Produkte von Autodesk eignen sich dazu, um 3D-Modelle für den späteren Ausdruck zu erstellen: das bereits bekannte und verbreitete AutoCAD sowie das neuere Fusion 360. Der Schwerpunkt von AutoCAD liegt auf dem reinen Erstellen von 3D-Modellen. Fusion 360 geht einen Schritt weiter und bietet neben der kompletten Konstruktion von Modellen noch die Möglichkeit, diese zu simulieren. Dabei unterstützt die Software alle Bereiche der Entwicklung, beginnend vom Konzept bis zum fertigen Produkt. Von beiden Programmen es eine 30-Tage-Testversionen.

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