Fazit
Dead Simple VPN füllt eine Lücke, die andere VPN-Lösungen lassen. Es funktioniert zum Beispiel in abgeschotteten Umgebungen, die nur die Ports TCP/80 und TCP/443 zum Surfen im Internet zulassen. Wireguard und andere schlanke VPN-Lösungen wie zum Beispiel Glorytun [5] benötigen hingegen zwingend auch UDP, ein TCP-Port alleine genügt nicht. Bei DSVPN steht die Verbindung zwischen Client und Server mit einem Kommando, bei OpenVPN müssen Sie sich durch eine längere Konfiguration arbeiten.
In der Praxis spielt DSVPN daher seine Stärken aus, wenn man nur selten ein VPN benötigt und sich dafür die längliche Konfiguration von OpenVPN nicht lohnt. Als Minuspunkt fällt auf, dass es DSVPN lediglich für Linux und Mac OS X gibt. In vielen Situationen wäre es jedoch wünschenswert, auch das Android- oder iOS-Smartphone durch das VPN in ein sicheres Netz zu tunneln. Der Entwickler schreibt, dass Dead Simple VPN nicht Wireguard und Co. ersetzen soll. Das Programm löst für ihn nur ein bestehendes Problem, vielleicht ja auch bei Ihnen.
Infos
- Wireguard: Ferdinand Thommes, “Wächter über die Verbindung”, LU 11/2018, S. 24, https://www.linux-community.de/41598
- Dead Simple VPN: https://github.com/jedisct1/dsvpn
- DynDNS Service: https://ddnss.de
- Skripte für DSVPN: https://github.com/ebal/scripts/tree/master/dsvpn
- Glorytun: https://github.com/angt/glorytun
- “A Dead Simple VPN”: https://balaskas.gr/blog/2019/07/20/a-dead-simple-vpn/





