Um das zu unterbinden, wählen Sie im Dashboard unten links im Browserfenster die Option Unlock settings modify aus. Im Dialog change password, den Sie über einen entsprechenden Link rechts neben dem Eingabefeld für die Authentifizierung erreichen, setzen Sie nun ein Passwort für die Konfigurationsoberfläche. Jeder weitere Zugriff auf die Konfiguration erfordert nun die Eingabe des entsprechenden Passworts.
Erweiterungen
Chromium setzt ähnlich wie andere gängige Webbrowser auf einen modularen Aufbau, Plugins erweitern die Funktionalität. Auch im Webkiosk-System haben Sie die Möglichkeit, den Browser über solche zusätzlichen Programme anzupassen, bei Bedarf sogar persistent.
Dazu öffnen Sie die Einstellungen des Browsers durch einen Klick ganz rechts neben der Eingabezeile auf den Menü-Button und wählen im Menü die Option Weitere Tools | Erweiterungen aus. Nun sehen Sie die installierten Addons.
Links oben klicken Sie nun auf das Hamburger-Menü neben der Option Erweiterungen und wählen unten links die Option Chrome Web Store öffnen. In einem neuen Browser-Tab erscheint daraufhin der Web Store mit Erweiterungen, die Sie direkt von dort installieren können (Abbildung 3).
Geschäftsmodell
Binary Emotions stellt zwar den Webkiosk für den RasPi kostenlos bereit, versteht ihn jedoch primär als Testversion. Deshalb können Sie zahlreiche Funktionen erst dann nutzen, wenn Sie sich für den dauerhaften Einsatz der Distribution entscheiden und eine kleine Spende an den Entwickler leisten.
Dabei stehen drei Versionen bereit: Die Personal-Variante für rund 17 Euro schaltet sämtliche Funktionen frei und eliminiert im Dashboard den Reiter Donate. Zu den freigeschalteten Features gehören unter anderem der SSH-Zugriff von einem entfernten Rechner aus, der das manuelle Anpassen von Konfigurationen und Dateien gestattet, sowie die Möglichkeit, Bildschirmschoner und Startseiten frei zu definieren oder den Timeout zu modifizieren. Auch der Passwortschutz für das grafische Dashboard ist erst ab der Personal-Version möglich.
In der Professional-Variante für rund 30 Euro gewährt der Entwickler Marco Buratto zudem E-Mail-Support. Außerdem erhält das System für drei Jahre Updates. Die Enterprise-Version für rund 50 Euro garantiert darüber hinaus für die Dauer von einem Jahr eine Reaktionszeit von maximal 18 Stunden auf Support-Anfragen per E-Mail.
Fazit
Mit dem RasPi Webkiosk erhalten Sie eine maßgeschneiderte Distribution für den Einplatinenrechner, die genau das macht, was sie soll. Die Konfigurationsoberfläche erlaubt dank ihrer wenigen Optionen die Inbetriebnahme des Kiosk-Systems innerhalb weniger Minuten. Erfreulich ist zudem, dass der Entwickler die neue Version für den RasPi 4B angepasst hat, sodass sich selbst beim Laden anspruchsvoller Webseiten kaum ein Unterschied zu ausgewachsenen Computersystemen feststellen lässt. Für Anwender, die für einfache Kiosk-Systeme nicht viel Geld ausgeben möchten und trotzdem eine praxistaugliche Lösung suchen, ist der Binary-Emotions-Webkiosk daher erste Wahl.
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