Aus Raspberry Pi Geek 10/2018

Weltweiter Rund- und Amateurfunkempfang mit dem SDRplay RSP2pro (Seite 2)

Eine kleine Hilfestellung gibt Ihnen die Auswahl in der Tabelle “Frequenzbänder”. Sie sehen hier vor allem den Bereich bis 30 MHz sowie einige Amateurfunkbänder im darüberliegenden Bereich. Auf den Rundfunkbändern wird in allen möglichen Sprachen gesendet. Viele der Radiostationen freuen sich über Empfangsberichte, für die es manchmal sogar die eine oder andere Belohnung gibt. In jedem Fall aber gewinnen Ihre Fremdsprachenkenntnisse.

Frequenzbänder

Band

Frequenzbereich

Dienst

2,2 km

135,7 – 137,8 kHz

Amateurfunk

Langwelle

148 – 283 kHz

Rundfunk

630 m

472 – 479 kHz

Amateurfunk

Mittelwelle

526 – 1606 kHz

Rundfunk

160 m

1810 – 2000 kHz

Amateurfunk

120 m

2300 – 2495 kHz

Rundfunk

90 m

3200 – 3400 kHz

Rundfunk

80 m

3500 – 3800 kHz

Amateurfunk

75 m

3900 – 4000 kHz

Rundfunk

60 m

4750 – 5060 kHz

Rundfunk

60 m

5351 – 5366 kHz

Amateurfunk

49 m

5900 – 6200 kHz

Rundfunk

40 m

7000 – 7200 kHz

Amateurfunk

41 m

7200 – 7450 kHz

Rundfunk

31 m

9400 – 9900 kHz

Rundfunk

30 m

10 100 – 10 150 kHz

Amateurfunk

25 m

11 600 – 12 100 kHz

Rundfunk

22 m

13 570 – 13 870 kHz

Rundfunk

20 m

14 000 – 14 350 kHz

Amateurfunk

19 m

15 100 – 15 800 kHz

Rundfunk

17 m(1)

18 068 – 18 168 kHz

Amateurfunk

16 m

17 480 – 17 900 kHz

Rundfunk

15 m

18 900 – 19 020 kHz

Rundfunk

15 m

21 000 – 21 450 kHz

Amateurfunk

13 m

21 450 – 21 850 kHz

Rundfunk

12 m

18 068 – 18 168 kHz

Amateurfunk

11 m

25 670 – 26 100 kHz

Rundfunk

10 m

28 000 – 29 700 kHz

Amateurfunk

6 m

50,03 – 51 MHz

Amateurfunk

2 m

144 – 146 MHz

Amateurfunk

70 cm

430 – 440 MHz

Amateurfunk

(1) Die Bandbezeichnung ist so gebräuchlich.

Beim Amateurfunk geht es neben persönlichen Kontakten vor allem auch um Technik. So finden Sie hier klassischen Morsefunk friedlich neben modernsten digitalen Übertragungsarten und Sprechfunk. Viele Projekte, die mit Software zu tun haben, setzen hier auf quelloffene Software und Linux.

Auf den Amateurfunkbändern gelten sogenannte Bandpläne, die für ein auskömmliches Miteinander der Sendearten sorgen. Dabei gilt die einfache Regel, dass am jeweils unteren Bandanfang (also bei der niedrigsten Frequenz) die Morsetelegrafie als schmalbandigste Sendeart einen Bereich nutzt. Es schließen sich weitere, schmalbandige analoge und digitale Textübertragungsverfahren an. Dann folgen die breitbandigen Sprachübertragungen in Einseitenbandmodulation (SSB) und teilweise in FM. Nützliche Quellen für weitere Informationen finden Sie in der Tabelle “Hilfe beim Einstieg in den Amateurfunk”.

Hilfe beim Einstieg in den Amateurfunk

Kurzwellenhörerseite aus Österreich

http://ratzer.at

Zeitschrift “Funkamateur” für aktive Funker, Hörer und Elektronikfreunde

http://funkamateur.de

Deutscher Amateurradioclub e.V

https://www.darc.de

Österreichischer Versuchssenderverband

https://oevsv.at

Raspberry-Pi-Image

SDRplay bietet die Software für den Empfänger für Linux, Mac OS X, Windows und Android an. Für den Raspberry Pi laden Sie das Programm in Form eines Raspbian-Images herunter. Die jeweils aktuelle Version (Stand zum Redaktionsschluss *v0.3) finden Sie auf der Seite unter Downloads [4] im Reiter Raspberry**Pi. Sie laden das Image wie gewohnt auf eine Micro-SD-Speicherkarte und starten den RasPi mit dem vorkonfigurierten System.

Beim Autor läuft ein RasPi mit Touch-Display und Lautsprecherboxen als “Weltempfänger”. Alternativ lässt sich SDRplay auch als Client/Server-Installation über das Netzwerk betreiben. Das ermöglicht die Unterbringung zum Beispiel am Dachboden oder im Nebengebäude, falls dort bessere Empfangs- und Antennenmöglichkeiten bestehen. Das SDR-Empfangsprogramm läuft dann auf dem PC in der Wohnung.

Installation

Die notwendige Hardware-Unterstützung finden Sie auf derselben Seite zum Herunterladen. Sie machen die Datei SDRplay_RSP_API-Linux-Version.run ausführbar und starten sie. Anschließend finden Sie die Datei /usr/local/lib/libmirsdrapi-rsp.so.Version im System. Weitere Abhängigkeiten zieht das Programm über die Paketverwaltung nach.

Für den Bau der CubicSDR-Software [5] benötigen Sie nun einen langen Atem: Sowohl den Quellcode [6] wie auch Bauanleitungen für verschiedene Betriebssysteme [7] finden Sie im Github des Projekts. Bei Netzwerkzugriff auf den als Steuerrechner verwendeten Raspberry Pi müssen Sie eventuell nur die Soapy-Module zusätzlich installieren [8]. Alternativ finden Sie das Programm auch schon in den Paketquellen diverser Distributionen, bei Ubuntu etwa ab Version 17.10 “Artful Aardvark” oder bei Debian im Testing-Zweig zu “Buster”.

Nach dem Programmaufruf öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den gewünschten Empfänger auswählen (Abbildung 4) und dann auf Start klicken.

Abbildung 4: Die Auswahl eines lokal per USB angeschlossenen Geräts in CubicSDR.

Abbildung 4: Die Auswahl eines lokal per USB angeschlossenen Geräts in CubicSDR.

Netzwerkzugriff

Durch die Montage des Raspberry Pi samt Empfänger in der Nähe der Antenne ergeben sich viele Vorteile. Zum einen entfallen die Verluste durch eine lange Antennenzuleitung, zum anderen lässt sich die Empfangsstation abseits diverser Störquellen montieren. Zum Programmstart müssen Sie bei diesem Setup einige Dinge mehr erledigen.

Im ersten Schritt melden Sie sich via SSH auf dem Raspberry Pi an. Danach rufen Sie den Soapy-Server über das Kommando SoapySDRServer --bind auf (Abbildung 5). Nun wechseln Sie zum PC und starten CubicSDR. Im Konfigurationsdialog wählen Sie dann unter Local Net das entsprechende Gerät im Netzwerk aus. Mit einem Klick auf Start bestätigen Sie die Auswahl und laden das eigentliche Programm.

Abbildung 5: Der Start des Soapy-Servers am Raspberry Pi.

Abbildung 5: Der Start des Soapy-Servers am Raspberry Pi.

Zum Beenden schließen Sie CubicSDR am lokalen Rechner und drücken im Terminalfenster [Strg]+[C]. Der Soapy-Server beendet sich, mit exit terminieren Sie dann noch zusätzlich die SSH-Verbindung.

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