Aus Raspberry Pi Geek 02/2018

Mini-Router von GL.iNet als Ergänzung zum RasPi (Seite 3)

Dazu ändern Sie im Einstellungsmenü (zweiter Punkt, “Funkmast”) die IP-Adresse des Mini-Routers und damit des Netzes. Hängt der GL.iNet per Ethernet-Kabel an einem Upstream-Router, dann schalten Sie über den Schieber am Gerät den Bridge-Modus ein (Abbildung 8). In diesem Fall bindet der kleine Router alle Rechner, die per WLAN an ihm hängen, ins Gesamtnetz ein.

Abbildung 8: Ein einfacher Klick im Webinterface des Mini-Routers erlaubt das Umschalten zwischen Router- und Bridge-Modus.

Abbildung 8: Ein einfacher Klick im Webinterface des Mini-Routers erlaubt das Umschalten zwischen Router- und Bridge-Modus.

Fazit

Für nur 10 Euro mehr, als Sie für einen guten USB-WLAN-Stick zahlen, erhalten Sie mit dem GL.iNet ein kleines Gerät mit vielen Funktionen, das die WLAN-Schwächen des RasPi abfängt und dank des niedrigen Stromverbrauchs quasi huckepack auf dem Raspberry Pi läuft.

Die gute Unterstützung seitens des Herstellers macht das Gerät gerade für Bastler interessant, die mehr wollen – Root-Zugang, eine offene Firmware-Plattform und Hardware-Support (GPIOs) machen das ohne Klimmzüge möglich. Die wachsende Anzahl von Blogposts rund um die GL.iNet-Systeme zeigt, dass die Rechner in der Community gut ankommen.

Auch wer sich in OpenWRT einarbeiten möchte, weil er etwa einen großen Router umstellen will, findet in den Modellen von GL.iNet eine gute Plattform zum Üben. Es bleibt zu hoffen, dass das Beispiel der Chinesen Schule macht, auch andere Hersteller endlich auf offene Betriebssysteme umstellen und so Router mit Uralt-Firmware endlich aussterben. 

Der Autor

Bernhard Bablok arbeitet als SAP-HR-Entwickler bei der Allianz Technology SE. Hört er nicht Musik oder ist mit dem Rad beziehungsweise zu Fuß unterwegs, dann beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux, Programmierung und Kleincomputer. Sie erreichen ihn unter mailto:[email protected].

Glossar

WDS

Wireless Distribution System. Verfahren zur Adressierung von Datenframes in WLANs, das den Aufbau anspruchsvoller Topologien ermöglicht. Damit lassen sich Ad-hoc-Netze, LAN-Gateways und Bridges realisieren.

Infos

  1. Mobile Router: Bernhard Bablok, “Der 1-Watt-Server”, LU 05/2013, S. 83, http://www.linux-community.de/28787
  2. GL.iNet: https://gl-inet.com
  3. 3G-Hotspot: Bernhard Bablok, “Do it yourself”, RPG 06/2015, S. 48, http://www.raspi-geek.de/35641
  4. Foto-Backup: Bernhard Bablok, “Weggesichert”, RPG 06/2016, S. 38 http://www.raspi-geek.de/36241
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