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Aus Raspberry Pi Geek 12/2017

Fedberry und Fedora ARM im Vergleich (Seite 2)

Abbildung 3: Mit dem Konsolentool Alsamixer ändern Sie die Systemlautstärke oder lesen Informationen zur Soundkarte aus.

Abbildung 3: Mit dem Konsolentool Alsamixer ändern Sie die Systemlautstärke oder lesen Informationen zur Soundkarte aus.

Um den gewünschten Kanal einzustellen geben Sie auf der Konsole den Befehl amixer cset numid=3 Kanal ein. Als Kanalangaben stehen 0 (Auto), 1 (Line-out) und 2 (HDMI) zur Auswahl. Standardmäßig bietet Fedberry XFCE den Audioplayer Pragha an, der im Test allerdings laufend abstürzte (Abbildung 4). Aus diesem Grund raten wir zu Clementine oder VLC, wobei Letzterer im Test etwas weniger Prozessorleistung beanspruchte.

Abbildung 4: Fedberry bringt unter anderem die Audioplayer Lollypop, Parole und Pragha mit. Letzterer provozierte im Test jedoch laufend Abstürze.

Abbildung 4: Fedberry bringt unter anderem die Audioplayer Lollypop, Parole und Pragha mit. Letzterer provozierte im Test jedoch laufend Abstürze.

Platzsparendes Büro

Die Fedora-Spins XFCE und Maté ließen sich ohne größere Zwischenfälle ausführlich testen. Während XFCE und Maté standardmäßig auf das E-Mail-Programm Claws Mail setzen, vertraut LXQt lieber Trojitá. Beide Programme präsentierten sich nicht gerade benutzerfreundlich. So quittierte Trojitá beim Nachladen von Bildern in Mails den Dienst. Als Alternative bietet sich das schlanke Geary an, das sich mit wenig CPU-Leistung begnügt.

LXQt nutzt Qupzilla als Browser, den das Projekt als schlank anpreist. Unsere Messungen ergaben allerdings, dass selbst Firefox weniger Ressourcen beansprucht. Erste Wahl ist der LXQt-Spin allerdings in Sachen Einstellungen. Maté bietet zwar eine opulentere Oberfläche, belegt aber auch mehr der knappen Ressourcen.

Server

Neben der Desktop-Reihe bieten sowohl Fedora als auch Fedberry eine Headless-Variante für den Betrieb eines Servers an. Bei beiden Headless-Versionen startet der Einrichtungsassistent nach dem ersten Hochfahren in einer Konsole. Jedes der Releases enthält gerade so viele Pakete, dass Linux startet. Dazu zählen Systemd, der Network-Manager, ein Paketfilter, MariaDB und Python. Um den Server Ihren Bedürfnissen anzupassen, installieren Sie die erforderlichen Pakete manuell nach. Das Fedora-Repository bietet dafür unter anderem Apache, Tomcat, PHP und eine Headless-Variante von Java an.

Fazit

Fedora wirkt im Vergleich zu Fedberry langsamer, instabiler und aufgebläht. Feedberry beschränkt sich auf Spins mit den Desktops XFCE und LXQt, die sich aufgrund ihres geringen Ressourcenbedarfs gut für den RasPi eignen. Damit hat es gegenüber Fedora die Nase vorn. Wie seinem Ausgangsprojekt fehlt aber auch dem schlanken Fork ein Konfigurationstool wie Raspi-config aus Raspbian. 

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