Listing 4
auto lo iface lo inet loopback auto eth0 iface eth0 inet dhcp auto wlan0 iface wlan0 inet static address 192.168.100.250 netmask 255.255.255.0 network 192.168.100.0 broadcast 192.168.100.255
Die Datei /etc/dnsmasq.conf aus Listing 5 zeigt die zu Listing 4 passende Konfiguration des DHCP-Servers. Für den Hostapd müssen Sie zwei Dateien editieren: In die /etc/default/hostapd tragen Sie nur eine Referenz auf die eigentliche Konfigurationsdatei ein (Listing 6). Erst dadurch startet der Hostapd automatisch. Die eigentliche Konfigurationsdatei finden Sie in Listing 7. Hier müssen Sie zumindest die wpa_passphrase anpassen, also das WLAN-Passwort.
Listing 5
interface=wlan0 expand-hosts domain=example.com dhcp-range=192.168.100.100,192.168.100.150,12h
Listing 6
DAEMON_CONF=/etc/hostapd.conf
Listing 7
ssid=pi-imgtank ctrl_interface=/var/run/hostapd interface=wlan0 driver=nl80211 channel=11 beacon_int=100 hw_mode=g ieee80211n=0 wmm_enabled=1 ht_capab=[SHORT-GI-20][SHORT-GI-40][HT40-] wpa=2 wpa_passphrase=my+pi-imgtank! wpa_key_mgmt=WPA-PSK wpa_pairwise=TKIP rsn_pairwise=CCMP TKIP max_num_sta=8 wpa_group_rekey=86400
Falls Sie einen RasPi der zweiten Generation ohne integriertes WLAN mit einem WLAN-Dongle nutzen, müssen Sie eventuell ein paar Klimmzüge mehr machen. Details liefert der oben erwähnte Artikel zum RasPi-Hotspot. Wollen Sie die Installation und Konfiguration nicht manuell ausführen, starten Sie das Skript tools/install-hostapd aus dem Github-Projekt des Autors.
Zusätzlich zu der hier beschriebenen Konfiguration trägt das Skript auch noch den Hostnamen samt fester IP-Adresse in die /etc/hosts ein. Da Dnsmasq Namen in dieser Datei auflöst, erreichen Sie die auf dem Backup-RasPi gespeicherten Bilder von einem ins WLAN des RasPi eingebuchten Mobilgerät aus ganz einfach unter der URL http://pi-imgtank/ – zumindest in unserem Beispiel.
Fazit
Dank der umfassenden Software-Basis von Raspbian lässt sich der aufgebohrte Bildertank schnell auf die Beine stellen – man muss nur die diversen Bausteine zusammenfügen. Freilich loten die hier vorgestellten Optionen das Mögliche noch nicht voll aus: So ließe sich ein FTP-Server genauso schnell installieren und konfigurieren wie der Samba-Server. Falls Sie also andere Zugriffsmöglichkeiten brauchen, legen Sie einfach selbst Hand an.
Auch wenn der ursprünglich geplante Einsatzzweck auf den mobilen Einsatz als Backup-System abzielt, macht der Bildertank auch stationär eine gute Figur. In diesem Fall sollten Sie jedoch den Samba-Server besser absichern. Außerdem würde es sich in diesem Fall lohnen, eine leistungsfähigere Bildergalerie zu installieren. Und da ein stationärer RasPi üblicherweise rund um die Uhr laufen kann, braucht es den RasPi-Aufsatz für die manuelle Steuerung nicht – dessen Funktionen müsste man in das Webinterface verlagern.
Der Autor
Bernhard Bablok arbeitet bei der Allianz Managed&Operations Services SE als SAP-HR-Entwickler. Wenn er nicht Musik hört oder mit dem Rad respektive zu Fuß unterwegs ist, beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux, Programmierung und neuerdings Kleincomputer. Sie erreichen ihn unter mailto:[email protected].
Infos
- Projektseite des Autors: https://github.com/bablokb/pi-imgtank
- Photo Archive: http://thevdm.com/code/photo-archive
- Picapport: http://www.picapport.de
- Web Photo Gallery phTagr: http://www.phtagr.org
- Der Raspberry Pi als 3G-Hotspot: Bernhard Bablok: “Do it yourself”, RPG 06/2015, S. 48, http://raspi-geek.de/35641





