Aus Raspberry Pi Geek 03/2016

Privatsphäre im Internet schützen mit der Upribox (Seite 3)

Passwortwechsel

Um die Verbindung zu einem der beiden WLAN-Netze zu etablieren, geben Sie bei der erstmaligen Authentifizierung für das jeweilige Netz den Schlüssel changeme ein. Diesen sollten Sie nach der ersten Verbindungsaufnahme schnellstmöglich ändern.

Da sich die Upribox bequem über einen eigenen Webserver konfigurieren lässt, öffnen Sie anschließend einen Webbrowser und geben in der Adresszeile http://upri.box ein. Auf der Startseite loggen Sie sich zunächst mit den Standard-Credentials upri und changethedefaults! ein (Abbildung 4).

Abbildung 4: Denkbar einfach hielten die Entwickler die Administrationsoberfläche der Upribox.

Abbildung 4: Denkbar einfach hielten die Entwickler die Administrationsoberfläche der Upribox.

Sie gelangen daraufhin in eine übersichtliche Oberfläche, in der Sie die Standardpasswörter durch Ihre eigenen ersetzen. Dazu zeigt die Box die SSID des jeweils aktiven Netzwerks an und darunter zwei Eingabefelder für das neue Passwort. Klicken Sie rechts neben der Anzeige WiFi configuration auf change und legen Sie anschließend das neue Passwort fest. Dann schließen Sie die Aktion mit einem Klick auf den Schalter save ab.

Zu einfach gehaltene Passwörter, die nicht aus mindestens acht Zeichen, Ziffern und Sonderzeichen bestehen, lehnt das System ab. Nach Eingabe der benötigten Angaben konfiguriert die Upribox das WLAN automatisch neu und stellt danach die Verbindung wieder her. Das Ein- und Ausschalten der beiden Netze gelingt durch Anklicken der Schalter enable beziehungsweise disable auf der jeweiligen Einstellungsseite.

Der Ninja-Modus

Das WLAN ninja-upribox leitet den gesamten Datenverkehr transparent über das Tor-Netzwerk. Allerdings kann es, insbesondere bei simultaner Nutzung des Internetzugangs durch mehrere Anwender, aufgrund der geringeren Bandbreite im Tor-Netz zu spürbaren Geschwindigkeitseinbußen kommen.

Deswegen weist die Einstellungsseite des WLANs auf der Upribox explizit darauf hin, auf lokalen Computersystemen möglichst das Tor-Browser-Bundle zu nutzen. Es besteht neben dem Tor-Client aus einem vorkonfigurierten, modifizierten Firefox-Browser, der die Verbindungen ausschließlich über das Tor-Netz herstellt. Der Tor-Browser lässt sich problemlos mit dem herkömmlichen upribox-WLAN nutzen, das die Werbung ausblendet.

VPN-Server

In einem weiteren Betriebsmodus gestattet die Upribox den Einsatz eines OpenVPN-Servers, um Sicherheit auch unterwegs abseits des heimischen Internetzugangs zu gewährleisten. Sie schalten ihn ein, indem Sie im Administrationsbildschirm unterhalb der beiden WLAN-Optionen neben dem Eintrag VPN auf den Schalter enable klicken.

Um sich via VPN mit der Upribox zu verbinden, müssen Sie auf dem Client-Rechner zunächst das Paket OpenVPN installieren und eine entsprechende Client-Datei mit den Schlüsseln und Zertifikaten sowie anderen Parametern integrieren. Diese Profildatei legen Sie in der Weboberfläche der Upribox an, indem Sie die Schaltfläche create new profile anklicken und anschließend Profilnamen und Domain angeben. Anschließend klicken Sie auf generate.

Die Upribox legt nun die Profildatei mitsamt der neu generierten Schlüssel und Zertifikate an und stellt sie zum Download bereit. Nutzen Sie mehrere Profile, erscheinen diese in einer Liste, aus der Sie das passende auswählen. Bei Nutzung eines Smartphones als Client erhalten Sie das Profil optional auch als QR-Code über den entsprechenden Button (Abbildung 5).

Abbildung 5: Der VPN-Modus erlaubt das Anlegen mehrerer Profile für verschiedene Anwender oder Geräte.

Abbildung 5: Der VPN-Modus erlaubt das Anlegen mehrerer Profile für verschiedene Anwender oder Geräte.

Nachdem auf der Upribox anschließend der VPN-Dienst gestartet ist, konfigurieren Sie auf dem Client die VPN-Verbindung mithilfe der vom Server generierten Profildatei und aktivieren in einem weiteren Schritt den Zugang zum virtuellen Netz. Sie können fortan von jedem öffentlichen Hotspot aus via VPN-Verbindung mit der Upribox über ein gesichertes virtuelles Netz kommunizieren. So nutzen Sie deren Vorteile auch unterwegs.

Statistisches

Zusätzlich zu den wenigen Konfigurationsoptionen bietet die Upribox-Oberfläche unten links im Browserfenster den Button statistics an. Nach einem Mausklick darauf erscheint eine Grafik, die einen Zeitraum von mehreren Monaten abdeckt und die blockierten Datenmengen anzeigt.

Darunter listet die Seite außerdem die geblockten URLs. Die Ziffern hinter den Adressen geben an, wie häufig die Software die jeweilige URL blockiert hat. Daraus lassen sich auch Rückschlüsse über die Verbreitung bestimmter Werbenetzwerke ziehen.

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