
Abbildung 4: Das Mems Sensor Board misst Luftdruck, Temperatur und die aktuelle Position. (Bild: Farnell Element 14)
Ein komplettes Oszilloskop bietet Ihnen das Bitscope Micro [14]. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hardware-Addons handelt es sich dabei um eine USB-Erweiterung. Das Digital-Oszilloskop (Abbildung 5) besitzt zwei Kanäle mit einer Bandbreite von 20 MHz sowie eine Auflösung von 8 und 12 Bit. Die Abtastrate liegt bei 40 Megasamples pro Sekunde. Laut Hersteller benötigt das Bitscope Micro keine eigene Stromversorgung. Dem kleinen Oszilloskop liegt nicht nur eine passende Software bei, es lässt sich auch über Programmierschnittstellen ansprechen und steuern. Der Anbieter verlangt dafür jedoch nicht ganz günstige 110 Euro.

Abbildung 5: Mit dem Bitscope Micro erhalten Sie unter anderem einen Logik- und Spektrumanalysator. (Bild: Farnell Element 14)
Bastler freuen sich über den Pi Dish von Adafruit [15]. Die Platine verteilt die GPIO-Ports auf eine weiße Experimentierplatine. Damit der Raspberry Pi beim Aufbau eines Experiments nicht auf dem Schreibtisch auf Wanderschaft geht, lässt er sich auf der Pi Dish festklemmen. Im deutschen Einzelhandel kostet die Platine 30 Euro.
Heimatgefühle
Im Haushalt lassen sich immer mehr Geräte drahtlos steuern. Dazu zählen beispielsweise auch die von Philips angebotenen Hue-Lampen [16]. Sie kommunizieren über einen Zigbee genannten Standard. Derartige Geräte spricht ein Aufsteckmodul von Dresden Electronic an und steuert sie [17]. Die Raspbee (Abbildung 6) genannte Platine besitzt eine Reichweite von bis zu 500 Metern und steht in zwei Ausführungen zur Verfügung: Die Basic-Variante kostet 37 Euro und spricht maximal 5 Knoten gleichzeitig an, während die Premium-Variante für 58 Euro mit bis zu 200 Knoten jongliert. Der Raspbee spricht auch mit Xbee-2-Geräten sowie mit anderen, die IEEE 802.15.4 als Funkprotokoll verwenden; er arbeitet mit einer eigenen Firmware, ist allerdings nicht mit der Philips-Hue-Bridge kompatibel.

Abbildung 6: Mit dem Raspbee steuern Sie Zigbee-Geräte und solche, die das Funkprotokoll IEEE 802.15.4 verwenden. Allerdings fehlt eine Unterstützung für die Hue-Bridge von Philips. (Bild: dresden-elektronik.de)
Den ebenfalls in der Heimautomation eingesetzten Z-Wave-Standard beherrscht das Modul Razberry [18]. Das vom Schweizer Hersteller Z-Wave.me angebotene Software Development Kit ist jedoch teilweise Closed Source. Der deutsche Einzelhandel verkauft das Aufsteckmodul für 60 Euro. Mit dem Enocean Pi lassen sich schließlich noch die batterielosen Funkmodule der Firma Enocean steuern [19]. Diese beziehen ihre Energie aus Bewegungen, Licht oder Temperaturschwankungen. Sie bekommen ihn im Einzelhandel für 35 Euro.
Hast du Töne
Musik und Töne gibt das HAT-Modul Hifiberry aus [20]. Die Mini-Soundkarte (Abbildung 7) existiert gleich in mehreren Ausführungen. Unter anderem wählen Sie zwischen einem Modell mit analogen Cinch- oder digitalen S/PDIF-Ausgängen. In letzterem Fall stehen eine optische und eine elektrische Buchse bereit. In jedem Fall verarbeitet das Modul die Tonsignale mit 192 kHz in 24 Bit. Der deutsche Hersteller Modul 9 verkauft mit dem Hifiberry Amp sogar einen Mini-Verstärker mit bis zu 2 x 25 Watt Leistung, an den Sie direkt Lautsprecher klemmen dürfen. Während der Hifiberry Amp mit 60 Euro zu Buche schlägt, kosten die anderen Ausführungen zwischen 25 und 30 Euro.

Abbildung 7: Der Hersteller bietet die kleine Soundkarte Hifiberry in verschiedenen Ausführungen an, unter anderem mit analogem oder digitalem Ausgang. (Bild: hifiberry.com)
Eine Alternative bietet die Soundkarte von Wolfson Microelectronics [21]. Sie verfügt sogar über Mikrofon- und Stereo-Line-In-Eingänge, wartet im Gegenzug aber mit nur einem analogen Stereo-Ausgang auf. Die kleine Adapterplatine (Abbildung 8) kostet im deutschen Einzelhandel etwa 40 Euro.

Abbildung 8: Die Wolfson-Karte bietet im Gegensatz zur Hifiberry auch Eingänge, allerdings nur einen analogen Stereo-Ausgang. (Bild: Wolfson Microelectronics)
Stromausfall
Die von CW2 entwickelte Aufsteckplatine Pi USV+ fährt bei einem Stromausfall den Raspberry Pi entweder kontrolliert herunter oder schaltet ihn auf Batteriebetrieb um [22]. Die Stromversorgung lässt sich zudem vom RasPi aus überwachen, die dafür notwendige Monitoring-Software stellt der Hersteller bereit. Die Pi USV+ kostet 30 Euro.
Eine Alternative zur Pi USV+ bietet der Strom-Pi [23]. Auch er überwacht die Stromversorgung und schaltet im Notfall auf Batteriebetrieb um. Darüber hinaus verbindet er auf Wunsch den Raspberry Pi mit Stromquellen, deren Spannungen zwischen 6 und 36 Volt rangieren. Die Aufsteckplatine liefert bis zu 2 Ampere und kostet rund 25 Euro.
Drahtlos
WLAN lässt sich im RasPi über entsprechende USB-Sticks problemlos nachrüsten. Mit dem Raspberry Pi kooperiert beispielsweise der EW-7811Un von Edimax für moderate 8 Euro. Mit seiner Hilfe funkt der Raspberry Pi in den Standards IEEE802.11b/g/n. Conrad Electronic bietet unter eigener Marke einen USB-Stick für Bluetooth 4.0 für 10 Euro an [24].
NXP und Element 14 liefern ein Aufsteckmodul zur Near Field Communication (NFC) [25]. Mit ihm (Abbildung 9) kann der Raspberry Pi RFID-Karten auslesen und mit entsprechend ausgerüsteten Smartphones kommunizieren. Das Modul beherrscht alle drei NFC-Modi, nämlich Reader, P2P und Card Emulation. Im deutschen Einzelhandel kostet die Explore-NFC getaufte Erweiterung etwa 35 Euro.

Abbildung 9: Das Explore-NFC-Modul bietet eine SPI- und I2C-Schnittstelle und erlaubt unter anderem das Auslesen von RFID-Karten. (Bild: Farnell Element 14)
Zombie-Pi
Ebenfalls von Gert van Loo stammt das Gertduino-Modul [26]. Dabei handelt es sich um einen Arduino zum Aufstecken auf den Raspberry Pi. Anschließend lässt sich der Arduino von diesem aus programmieren und steuern. Der Gertduino ist zudem kompatibel zum Arduino Uno, was das Weiterverwenden der sogenannten Shields erlaubt. Diese kleinen Huckepack-Platinen erweitern die Funktionen des Arduino ähnlich wie die HAT-Module den Raspberry Pi. Wer das Gertduino-Modul nutzen möchte, sollte allerdings die Arduino-Plattform kennen, Programme entstehen mit einem Cross-Compiler. Die Erweiterung kostet 40 Euro.





