$ sfk dupfind -dir Musik Downloads
Abbildung 5: Hier hat SFK eine Datei aufgespürt, die sowohl im Ordner »Musik« als auch unter »Downloads« liegt.
Um die doppelten Dateien auch zu löschen, hängen Sie die Funktion +delete (kurz: +del) an. SFK zeigt dabei zunächst nur an, welche Dateien es entfernen würde. Um das Löschen zu bestätigen, hängen Sie wie bei deblank noch den Parameter -yes an:
$ sfk dupfind -dir Musik Downloads +del -yes
Anders als bei list spielt bei dupfind die Reihenfolge der Verzeichnisse eine wichtige Rolle: SFK nimmt an, dass die Originaldateien in Musik liegen und wertet die Dateien aus den nachfolgend angegebenen Verzeichnissen als Duplikate.
Textmangel
Eine weitere Leib- und Magenspeise von SFK sind Textdateien. Tauschen Sie häufig Textdokumente zwischen Windows und Linux aus, dürften Sie sich beispielsweise über die Kommandos lf-to-crlf und crlf-to-lf freuen, mit denen Sie die unterschiedlichen Zeilenumbrüche konvertieren.
Programmierer wandeln mit detab die Tabulatoren in einer Textdatei in Leerzeichen um, umgekehrt funktioniert es mit entab. Des Weiteren bietet SFK auch eine recht mächtige Suchen-und-Ersetzen-Funktion. Der folgende Befehl liefert alle Zeilen aus der Protokolldatei server.log zurück, die mit Error beginnen:
$ sfk filter server.log "-ls+Error"
Bei -ls+Error handelt es sich nicht etwa um einen regulären Ausdruck, sondern um ein SFK-spezifisches Muster. Dessen Aufbau erklärt die recht umfangreiche Online-Hilfe, die Sie über sfk filter abrufen. Im obigen Beispiel steht ls für “line start”, also den Anfang einer Zeile. Um alle Zeilen ausgeben zu lassen, in denen irgendwo Error vorkommt, verwenden Sie zwei Pluszeichen:
$ sfk filter server.log "++Error"
Wie der Name des Kommandos dezent andeutet, kann filter auch Texte verändern. So ersetzt der folgende Befehl in der Datei super.txt jedes super durch toll:
$ sfk filter super.txt -rep "_super_toll_"
Das Kommando zeigt dabei die Änderungen zunächst nur auf der Standardausgabe an (Abbildung 6). Um sie in die Textdatei zu schreiben, müssen Sie noch den Parameter -yes bemühen; alternativ erstellen Sie eine neue Textdatei (Listing 1).
Abbildung 6: Das Kommando »find« ersetzt hier die Zeichenkette »super« durch »toll«, wobei es weder Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt, noch einzelne Worte beachtet.
Listing 1
$ sfk filter -yes super.txt -write -to toll.txt -rep "_super_toll_"
Ins Netz gegangen
SFK kümmert sich nicht nur um Dateien, sondern bietet auch einige nützliche Netzwerkkommandos. So fragen Sie etwa mit sfk ip die aktuelle Netzwerkadresse des Rechners ab.
Zu den eingebauten Kommandos zählen auch wget und ftp, wobei Sie sich durch die Namen nicht verwirren lassen sollten. So kann das SFK-“Wget” Dateien lediglich via HTTP herunterladen (Listing 2). Die umfangreichen Funktionen seines GNU-Namensvetters bietet es nicht; weder setzt es abgebrochene Downloads fort, noch arbeitet es rekursiv. Auch bei SFKs ftp handelt es sich nur um einen rudimentären FTP-Client.
Listing 2
$ sfk wget http://download.opensuse.org/distribution/13.2/iso/openSUSE-13.2-DVD-x86_64.iso
Immerhin enthält SFK einen einfachen Web- und FTP-Server. Beide lassen sich ohne große Konfiguration aufsetzen, ein sfk httpserv respektive ./sfk ftpserv genügt. Alle für den Zugriff benötigten Daten vermelden die beiden Dienste im Terminal. Sie beenden die Server jeweils über [Strg]+[C].

Abbildung 7: Der Webserver lauscht standardmäßig an Port 8080 und liefert hier die Inhalte des »Musik«-Verzeichnisses aus.
Sowohl der FTP- als auch der HTTP-Server gestatten nach dem Start umgehend Lesezugriff auf die Inhalte des aktuellen sowie sämtlicher darin enthaltenen Verzeichnisse (Abbildung 7). Das ermöglicht zwar einerseits einen unkomplizierten Dateiaustausch, anderseits dürfen beliebige Benutzer auf die Daten zugreifen. Schränken Sie daher nach Möglichkeit über weitere Parameter den Zugriff ein.
Das gelingt beispielsweise mit dem Parameter -user. So sorgt der Befehl sfk ftpserv -user=hans dafür, dass sich nur Benutzer mit dem Username hans am FTP-Server anmelden können. Weitere mögliche Parameter spucken die Befehle sfk webserv -help und sfk ftpserv -help aus.





