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Aus Raspberry Pi Geek 01/2015

Mit Calcurse Termine und Aufgaben im Blick behalten (Seite 3)

Dazu bietet die Software zwei Wege: Einmal greifen Sie zum Editor und ändern direkt die Konfigurationsdatei der Wahl, zum anderen verfügt das Programm über einen interaktiven Modus zum Konfigurieren.

Diesen erreichen Sie über [C]. Anschließend wählen Sie [G] für allgemeine Optionen, [L] für Layout, [S] zum Anpassen der Seitenleiste, [C] für das Farbschema, [N] zum Einstellen der Benachrichtigungen sowie [K] für die Tastenbelegung. Abbildung 3 zeigt die Möglichkeiten für das Layout, hier mit der Farbkombination Grün auf Schwarz.

Abbildung 3: Über einen interaktiven Modus ändern Sie bei Bedarf das Layout der Teilbereiche der Software.

Abbildung 3: Über einen interaktiven Modus ändern Sie bei Bedarf das Layout der Teilbereiche der Software.

Alternativen

Wenn Ihnen Calcurse nicht zusagt oder doch zu wenige Funktionen bietet, genügt ein Blick in das Angebot der Distribution. Die Auswahl für den Bereich Kalender und Termine fällt in der Regel sehr groß aus. Neben Mical [5] steht insbesondere die Kombination aus Wyrd [6] und Remind [7] hoch im Kurs.

Wyrd setzt ebenfalls Ncurses auf, nutzt aber Remind als Backend. Dahinter verbirgt sich eine mächtige Software mit Alarm- und Erinnerungsfunktion. Benötigen Sie hingegen nur einen Blick auf den aktuellen Monat, helfen die Urgesteine Cal und Ncal [8] weiter (Abbildung 4).

Abbildung 4: Ncal zeigt die Übersicht für den Februar 2014, ergänzt um die Kalenderwoche.

Abbildung 4: Ncal zeigt die Übersicht für den Februar 2014, ergänzt um die Kalenderwoche.

Das bereits oben angesprochene Programm Pcal erzeugt Kalender als Postscript-Datei. Es benötigt dafür kein X-Window-System – Sie bedienen es vollständig über die Kommandozeile. Das gleichnamige Paket pcal bringt zwei Werkzeuge mit – pcal zum Erzeugen von Monatskalendern und lcal für Jahresübersichten. Lcal steht dabei als Abkürzung für “luna calendar” – eine Darstellung entsprechend der Mondphasen.

Fazit

Das Konzept von Calcurse geht auf: Es zeichnet sich durch Übersichtlichkeit, einfache Bedienbarkeit über die Tastatur und Kompaktheit aus. Dabei bietet es alle Funktionen, die Sie als einzelner Benutzer im Alltag benötigen, kommt aber mit sehr wenig Speicherplatz aus. Die Optionen für die Oberfläche und auf der Kommandozeile machen Eingabe und Ausgabe einfach.

Die Dokumentation fällt umfangreich, aber verständlich aus und steht über die Manpage, als integrierte Hilfe sowie online [9] bereit. Zudem ist das Programm vollständig übersetzt. Das sollte eigentlich die Regel sein – andere Werkzeuge dürfen sich Calcurse hier als Vorbild nehmen. 

Danksagung

Der Autor bedankt sich ganz herzlich bei Werner Heuser für seine Tipps und Ratschläge zum Artikel.

Der Autor

Frank Hofmann hat Informatik an der TU Chemnitz studiert. Derzeit arbeitet er in Berlin im Büro 2.0, einem Open-Source-Experten-Netzwerk, als Dienstleister mit Spezialisierung auf Druck und Satz. Er ist Mitgründer des Schulungsunternehmens Wizards of FOSS. Seit 2008 koordiniert er das Regionaltreffen der Linux User Groups aus der Region Berlin-Brandenburg.

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