Aus Raspberry Pi Geek 01/2014

Fernsitzungen vom Raspberry Pi (Seite 2)

Abbildung 1: Dank Wbar haben Sie einen komfortablen Zugriff auf viel genutzte Anwendungen auf dem entfernten Rechner.

Abbildung 1: Dank Wbar haben Sie einen komfortablen Zugriff auf viel genutzte Anwendungen auf dem entfernten Rechner.

Thin Client

Das Thin-Client-Projekt RPi-TC (http://rpitc.blogspot.de) hat die Möglichkeit geschaffen, einen Raspberry Pi in kurzer Zeit in einen Thin Client zu verwandeln. Nach dem Starten brauchen Sie nur noch die Tastatur auf das deutsche Layout einstellen – anschließend steht der Kontaktaufnahme mit dem entfernten Rechner nichts mehr im Wege. Alle Funktionen erreichen Sie über die Kommandoleiste (siehe Tabelle “Auf Knopfdruck”).

Auf Knopfdruck

Symbol

Aktion/Programm

RDP-Client

NoMachine-Client

vWorkspace, virtuelle Desktops

Remote Viewer

VMWare View Client

Citrix Receiver

X2Go-Client

Iceweasel (Webbrowser)

Dateimanager

Terminal

Alle Fenster minimieren und als Icon ablegen

Lautstärke einstellen

WPA-Einstellungen

XFCE-Einstellungen

Raspberry PI abschalten

Die Verbindung zu einem NX-Server bauen Sie recht schnell auf. Klicken Sie auf das entsprechende Symbol auf der Leiste und im darauf folgenden Fenster auf configure. Nehmen Sie Ihre Eintragungen wie in der Abbildung 2 vor: Rechnername oder IP-Adresse, gewünschter Desktop, Leitungsgeschwindigkeit, Tastatur und Bildschirmauflösung.

Abbildung 2: Konfigurieren des Zugriffs auf einen NX-Server.

Abbildung 2: Konfigurieren des Zugriffs auf einen NX-Server.

Nach dem Klick auf OK gelangen Sie wieder in die Maske zum Anmelden, die Sie mit den passenden Zugangsdaten ausfüllen (Abbildung 3). Verlief das Login am Server erfolgreich, steht Ihnen ein kompletter Desktop in einem Fenster bereit. In diesem arbeiten Sie dann, wie auf einem lokalen Rechner. Spezielle Tastaturkombinationen sorgen dafür, dass die Maus zwischen den beiden Welten wechselt.

Abbildung 3: Anmeldebildschirm für den NX-Server-Zugriff.

Abbildung 3: Anmeldebildschirm für den NX-Server-Zugriff.

Fazit

Ein Raspberry Pi bringt alle notwendigen Voraussetzungen mit, um als Thin Client geräuscharm und sparsam seinen Dienst zu verrichten. Dabei haben Sie als Linux-Anwender die Wahl zwischen dem einfachen Umleiten des Displays, was kaum Konfiguration erfordert oder komplexeren Lösung, wie NX. Diese bringen durch die Installation der entsprechenden Software auf dem entfernten Rechner zwar mehr Aufwand mit sich, bieten aber etwas mehr Komfort für den Anwender. 

Der Autor

Harald Zisler beschäftigt sich seit den frühen 90er-Jahren mit FreeBSD und Linux. Zu Technik- und EDV-Themen verfasst er Zeitschriftenbeiträge und Bücher. Sein neuestes Werk ist die 2. Auflage “Computer-Netzwerke”, erschienen bei Galileo Press.

DIESEN ARTIKEL ALS PDF KAUFEN
EXPRESS-KAUF ALS PDFUmfang: 2 HeftseitenPreis €0,99
(inkl. 19% MwSt.)
RASPBERRY PI GEEK KAUFEN
EINZELNE AUSGABE Print-Ausgaben Digitale Ausgaben
ABONNEMENTS Print-Abos Digitales Abo
TABLET & SMARTPHONE APPS Raspberry Pi Geek bei Google Play Readly Logo
Nach oben