Aus Raspberry Pi Geek 06/2013

Raspberry Pi als Tor-Router und Web-Filter (Seite 4)

Wie so häufig gibt es aber auch hier kein Licht ohne Schatten: In Sachen Performance hinkt das Surfen via Tor-RasPi deutlich der ungeschützten Lösung hinterher. Zwar sank der Datendurchsatz im Test kaum ab, als Flaschenhals entpuppten sich aber die Latenzzeiten: Sie lagen mit Tor bei etwa 600 Millisekunden, ohne Tor dagegen selten über 20 Millisekunden.

Verwenden Sie über den Tor-RasPi Google als Standardsuchmaschine, fordert Sie diese regelmäßig zur Eingabe eines Captchas auf oder verweigert sogar komplett den Dienst. Der Grund dafür ist ein zum Erkennen von Bots zuständiger Automatismus, der Ihre durch Tor verschleierte IP-Adresse als möglichen Open Proxy oder Skript einstuft, da über die Adresse des aktuellen Tor-Exit-Nodes vermutlich zum gleichen Zeitpunkt mehrere hundert Menschen unterwegs sind.

Abhilfe schafft hier das Verwenden alternativer Suchmaschinen wie DuckDuckGo [4] oder Startpage [5], die Suchanfragen unter anderem an Google weiterleiten und das Ergebnis direkt anzeigen. 

Der Autor

Valentin Höbel arbeitet bei der Linux Informations Systems AG als Technischer Projektleiter. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Kickern, seinem Lieblingsbetriebssystem und mit dem Raspberry Pi.

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