Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial des Raspberry Pi. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur die neusten Distributionen für den Mini-PC, sondern gleichzeitig auch die passenden Programme zu den Artikeln.
RasPi als Desktop-PC mit Q4OS
Der aktuelle Raspberry Pi 2 Modell B mit seinem leistungsstarken Vierkern-Prozessor und vergrößertem Arbeitsspeicher bietet mehr Rechenleistung als so mancher etwas betagtere Desktop-PC. Mit der deutschen Linux-Distribution Q4OS 1.4.5 in der Armhf-Portierung schickt sich jetzt ein schlankes Raspbian-Derivat an, den Pi als vollwertige Alternative zum voluminösen Desktop-PC in Stellung zu bringen. Q4OS nutzt als Desktop-Umgebung den KDE-3-Fork TDE. So liefert die Distribution allein vier Webbrowser mit: Neben Dillo, dem Gnome-Programm Epiphany und Konqueror zählt dazu auch der schnelle, GTK-basierte Browser NetSurf. Da Q4OS voll kompatibel zu Raspbian ist, stehen sämtliche Pakete des Debian-Ablegers zur Installation bereit. Dazu legt die Distribution gleich zwei grafische Paketmanager bei.
Weitere DVD-Inhalte
Das bekannteste System für den Raspberry Pi ist mit Sicherheit Raspian, eine angepasste Variante von Debian GNU/Linux. Es stehen Ihnen etwa 35 000 Pakete aus den Debian-Paketquellen zur Installation bereit. Die kürzlich erschienene Version Raspbian 2015-11-21 “Jessie” bringt etliche Aktualisierungen mit und läuft vor allem auch reibungslos auf dem Raspberry Pi Zero.
Der Fokus von Minibian 2015-11-12 “Jessie” liegt darin, eine möglichste kleine, dabei aber vollständig zu Raspbian kompatible Distribution bereitzustellen. Es verzichtet dafür auf eine grafische Oberfläche und nicht benötigte Tools. Damit eignet sich das System ideal beispielsweise für Embedded-Projekte.
Ubuntu Maté**15.10.1 basiert funktional auf Ubuntus Armhf-Ableger. Es kommt mit einem regulären Maté-Desktop und bringt auch den allseits bekannten Paketmanager Dpkg mit. Zum Betrieb benötigen Sie einen RasPi 2 und eine SD-Karte mit mindestens 4 GByte Speicherplatz.
Die Distribution OpenELEC 6.0.0 verwandelt Ihren RasPi in ein vollwertiges Mediacenter. Dazu führt es nach dem Booten Kodi aus. Kodi, ehemals XBMC, bietet für Videos und Musik eine große Palette an Möglichkeiten. So spielt es Mediendateien nicht nur von lokalen oder Netzlaufwerken ab, sondern kommt ebenfalls mit Webstreams aller Art zurande.
Wer sein RasPi-Mediacenter für mehr nutzen möchte, als nur Filme anzuschauen, der kommt mit dem Mediacenter-Platzhirsch OpenELEC nicht weit. Das Open Source Media Center oder kurz OSMC 20151129 baut im Gegensatz zu OpenELEC auf Debian auf und ist damit genauso flexibel wie der Linux-Klassiker.
Bei RISC OS 2015-02-17 RC14 handelt es sich um ein schlankes und schnelles Multitasking-Betriebssystem speziell für Rechner mit ARM-Prozessoren. Der Kern des Betriebssystems hat nur einen minimalen Footprint, da eine Vielzahl austauschbarer Module für das Dateisystem, den Festplattenzugriff, die grafische Oberfläche und Ähnliches verantwortlich zeichnen.
Der RasPi eignet sich unter anderem auch bestens für den Einsatz als Proxy-Server. Der Squid Analysis Report Generator oder kurz Sarg 2.3.10 wertet dann die Log-Dateien des Squid-Proxys aus und generiert daraus eine übersichtliche HTML-Datei. Sie sehen darin mit wenigen Klicks, wer wann wo und wie lange surft.
Das Web-Application-Framework Vaadin 7.6.1 basiert auf dem Google Web Tool Kit und bietet eine elegante Möglichkeit, um für Anwendungen auf dem Raspberry Pi eine gut bedienbare Weboberfläche zu erstellen. Dabei kommt als Programmiersprache Java zum Einsatz.

