Alu-Kühlgehäuse Berrybase Armor RPI5-ARC-BL, Backup-Akku Raspberry Pi RTC Battery, Hintergrundbeleuchtung Lucky Light White LED Backlight Modules, Pico-Alternative Unexpected Maker FeatherS3.
Kühler Kopf
Das Gehäuse Berrybase Armor RPI5-ARC-BL hilft beim Kühlen des RasPi 5, ohne mit einem Lüfter zu nerven.
Der RasPi 5 gilt als Hitzkopf. Viele Anwender überschätzen jedoch den realen Kühlungsbedarf. In einem geschlossenen Gehäuse profitierte allerdings selbst der RasPi 1 schon von einem kleinen Luftzug, beim RasPi 5 ist das ein absolutes Muss. Bei Überhitzung drosselt der Minirechner die Taktfrequenz der CPU, was einen mehr oder minder hohen Leistungsverlust bedeutet. Wenn Sie auf einen automatisch kontrollierten und nur leise surrenden Lüfter verzichten wollen, greifen Sie am besten zu einem passiv kühlenden Gehäuse. Eines der ersten Exemplare dieser Gattung ist das Armor-Gehäuse RPI5-ARC-BL von Berrybase. Es besteht aus zwei schwarzen, massiven Aluminiumteilen und sorgt zuverlässig dafür, dass der Minirechner im vorgegebenen Temperaturfenster bleibt.
Das nötige Montagematerial und – zum Glück dünne – Wärmeleit-Pads liegen dem Gehäuse bei. Haben Sie das Case einmal montiert, können Sie allerdings nicht mehr auf die Flachbandanschlüsse des RasPi zugreifen. Die müssen Sie entsprechend vorher anschließen und die Kabel durch die vorgesehenen Aussparungen des Gehäuses führen. Die GPIOs liegen dagegen frei und lassen sich nach Belieben verwenden. Ein Wermutstropfen: Da der Kühlkörper auch den integrierten WLAN-Chip abschirmt, leidet dessen Transferrate dadurch. Generell wird das Aluminiumgehäuse im Betrieb recht warm, was ja aber auch seine Daseinsberechtigung darstellt. Im modernen Wohnzimmer geht ein RasPi 5 mit dem Berrybase-Armor-Gehäuse so gerade durch, was aber eher der Farbe als der Form geschuldet ist. Wie beim RasPi 4 dürften aber mit der Zeit wahrscheinlich auch andere Gehäusefarben verfügbar werden.
Berrybase Armor RPI5-ARC-BL
Preis: 9,90 Euro
Bezugsquelle: Berrybase
Unvergesslich
Die Raspberry Pi RTC Battery sorgt dafür, dass die integrierte Echtzeituhr des RasPi 5 die Zeit nicht vergisst.
Zu den lang ersehnten Neuerungen des RasPi 5 gehört die integrierte Echtzeituhr (Real Time Clock, RTC), die den Minirechner auf Wunsch sogar termingesteuert aufweckt. Damit bei Stromausfall die Uhr die Zeit nicht verliert, lässt sich eine Backup-Batterie an den Kleinstrechner anstecken. Den entsprechenden Anschluss hat die Raspberry Pi Foundation gleich auf der Platine vorgesehen und mit einer Buchse ausgestattet. Allerdings dürfen Sie nicht eine x-beliebige Knopfbatterie anschließen, denn der Energiespeicher muss sich aufladen lassen. Die Elektronik des Kleinstrechners lädt den Akku ständig nach.
Das wiederum beschränkt die Auswahl an geeigneten Kandidaten. Eine Selbstkonfektion wäre zwar prinzipiell möglich, lohnt sich aber nicht wirklich. Besser greifen Sie direkt zur Version der Raspberry Pi Foundation. Der Kostenpunkt liegt recht niedrig, weshalb auch in Zukunft nicht mit nennenswerter Konkurrenz zu rechnen ist.
Ob es ein RTC-Batterie-Backup überhaupt braucht, sei dahingestellt. Im Einsatz ohne Netzwerkzugang ist die Ergänzung sicherlich sinnvoll, aber ansonsten holt sich der RasPi beim Booten automatisch die aktuelle Zeit. Außer ein paar frühen Log-Einträgen, die ohne das Backup einen falschen Zeitstempel zeigen, gibt es keinen weiteren Schaden durch eine kurzzeitig falsche Zeit.
Raspberry Pi RTC Battery
Preis: 5,60 Euro
Bezugsquelle: Diverse Reseller
Es werde Licht
Die White LED Backlight Modules von Lucky Light ermöglichen ein weites Spektrum an Anwendungen zur Hintergrundbeleuchtung.
Bastler setzen LEDs üblicherweise für Signale oder in Lichterketten ein. Einen ganz anderen Zweck haben die rechteckigen Backlight-LEDs aus dem Programm von Pimoroni: Sie eignen sich ideal für eine flächige Hintergrundbeleuchtung. Die Module gibt es in drei Größen von knapp 39 x 12 Millimeter über 78,5 x 23 Millimeter bis hin zu 85 x 45 Millimeter (fehlt in der Abbildung), jeweils mit ordentlichem Datenblatt. Diesem lässt sich entnehmen, dass für gängige 3,3 Volt Versorgungsspannung noch nicht einmal ein Vorwiderstand nötig ist. Das direkte Ansteuern per GPIO empfehlen wir dennoch nicht, auch wenn das manchmal technisch funktioniert: Bei 3,3 Volt (VF) fließen immerhin 20 Milliampere (IF). Von der Schrankbeleuchtung über die Puppenstube bis zum Ausleuchten des Lötarbeitsplatzes: Die Bausteine eröffnen viele neue Projektideen.
Lucky Light White LED Backlight Modules
Preis: je nach Größe 1,30 bis 2,50 Euro
Bezugsquelle: Pimoroni
Kraftmeier
Bekanntlich geizt der Raspberry Pi Pico mit Hauptspeicher. Besser macht es der FeatherS3 mit üppigen 8 MByte RAM.
Der Pi Pico ist ein leistungsstarker und sehr günstiger Mikrocontroller, aber an einem Punkt schwächelt er: Der Hauptspeicher fällt mit 256 KByte nicht gerade üppig aus. Das beeinträchtigt beispielsweise Anwendungen wie das Herunterladen und Verarbeiten umfangreicher JSON-Dateien aus API-Aufrufen oder das Rendern von Oberflächen auf großen Bildschirmen. Wer mehr RAM braucht, muss tiefer in die Tasche greifen. Auf dem ESP32 S3 basierende Boards bieten hier eine interessante Alternative. Es gibt diverse Varianten, die zusätzlich zum Hauptspeicher des Chips noch 2 bis 8 MByte PSRAM mitbringen.
Der FeatherS3 von Unexpected Maker wartet mit einer besonders guten Ausstattung auf. Neben 8 MByte PSRAM bietet das Board 16 MByte Flash-Speicher für Programme und Dateien. Zusätzlich gibt es zwei Stemma/Qt-Anschlüsse, die an getrennten Spannungswandlern mit je 700 mA hängen. Während des Tiefschlafs benötigt der Chip nur 30 µA. Über die beiden Anschlüsse steuern Sie, welche Peripherie in dieser Phase am Strom hängt. Ein Lichtsensor und eine Low-Power-RBG-LED runden die Ausstattung ab.
Das Pinout ist Feather-konform, ebenso der Anschluss für einen LiPo-Akku samt Ladeelektronik. Wer es etwas billiger möchte, nimmt die Variante von Adafruit mit 4 MByte Flash und 2 MByte PSRAM. Um die Hälfte günstiger kommt Waveshares ESP32-S3-Pico, ausgestattet mit 16 MByte Flash und 2 MByte PSRAM. Waveshare punktet zwar beim Preis und mit Pico-kompatiblen Abmaßen und Pinouts, versemmelt aber die Elektronik (Tiefschlaf: 960 µA). Ansonsten bietet das Board nur das, was auch der Pi Pico mitbringt. (Bernhard Bablok/tle)
Unexpected Maker FeatherS3
Preis: 24,40 Euro
Bezugsquelle: Pimoroni





