Server
Die Ergebnisse für das Server-Szenario zeigt die Tabelle “Server-Betrieb mit SD-Card und SSD: Messwerte”. Nicht ganz unerwartet ist die 1-Gbit/s-Netzwerkschnittstelle des RasPi 5 aufgrund des Protokoll-Overheads der begrenzende Faktor. Selbst mit einem parallel laufenden WLAN-Transfer treiben Sie die PCIe-Schnittstelle samt Platte nicht an ihre Grenzen. Im Vergleich zu einer MicroSD-Karte liegt der Durchsatz aber mehr als doppelt so hoch, eine externe USB-Festplatte spielt in derselben Liga.
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Test |
auf SD-Card |
auf SSD |
Anmerkung |
|---|---|---|---|
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Dateitransfer (NFS) |
45,7 MByte/s |
97,4 MByte/s |
Video, 6,7 GByte |
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Dateitransfer (SCP) |
46,3 MByte/s |
97,2 MByte/s |
Video, 6,7 GByte |
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Verzeichnistransfer (NFS) |
15,5 MByte/s |
15,7 MByte/s |
2,7 GByte, 76054 Dateien |
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Verzeichnistransfer (Rsync) |
41,2 MByte/s |
90,8 MByte/s |
2,7 GByte, 76054 Dateien |
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Verzeichnis lokal kopieren (Cp) |
21,0 MByte/s |
117,3 MByte/s |
2,7 GByte, 76054 Dateien |
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Verzeichnis von USB kopieren (Cp, USB 3) |
46,3 MByte/s |
274,1 MByte/s |
mit PCIe-Gen2 |
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Verzeichnis von USB kopieren (Cp, USB 3) |
46,3 MByte/s |
327,3 MByte/s |
mit aktiviertem PCIe-Gen3 |
Im Vergleich zu einem RasPi 4 haben Sie auch bei unverschlüsselten Protokollen wie NFS und Samba keinen Vorteil. Der RasPi 5 zieht aber dank höherer Rechenleistung bei Secure Copy und Rsync vorbei und schafft es als erstes Raspberry-Pi-Modell, die Ethernet-Schnittstelle auch bei verschlüsselten Transfers zu sättigen.
Noch mehr Durchsatz bieten Transfers von Platte zu Platte, allerdings nur bei sehr großen Dateien. Hier stößt USB 3 an seine Grenzen. Das Lesen von einer externen USB-3-SSD auf die NVMe-SSD war im Test auch der einzige Anwendungsfall, bei dem das Umschalten auf den PCIe-Gen3-Modus zu einem messbaren Geschwindigkeitsvorteil führte. Die Durchsatzsteigerung von 274 MByte/s auf 327 MByte/s machte bei einer 6 GByte großen Datei aber letztlich auch nur 4 Sekunden aus.
Fazit
Der Run auf die ersten NVMe-Adapter für den RasPi 5 war gigantisch – jedermann glaubte, so etwas sei ein Muss. Die Realität sieht anders aus, denn in vielen Anwendungsszenarien benötigt man weder den Speicherplatz noch den Durchsatz. In den Foren meldeten sich denn auch viele User mit Problemen. Ein Gutteil davon liegt einfach am Unwissen, der Unfähigkeit, die Anleitungen genau zu lesen oder am Kauf unpassender Platten.
Für den Desktop-Bereich rechtfertigt der erzielbare Leistungsgewinn die Kosten der Aufrüstung des RasPi 5 mit einem M.2-Adapter eher nicht. Im Server-Einsatz spricht weniger der Leistungszuwachs im Vergleich zu USB 3 für die Erweiterung als der eingesparte Platz durch Wegfall einer externen SSD. Dasselbe Argument zieht für ein Mediacenter oder einen Eigenbau-Videorekorder im Wohnzimmer. Mit M.2-SSDs gerät der Aufbau einfach aufgeräumter als mit Kabel und externer Festplatte. (jlu)
Glossar
- FPCs
-
Flexible Printed Circuits. Flexible, meist gedruckte Schaltungen auf einem flexiblen Kunststoffträger zur Verbindung elektronischer Baugruppen.
Infos
- NVMe-Base von Pimoroni: https://shop.pimoroni.com/products/nvme-base?variant=41219587178579
- HatDrive! von Pineberry Pi: https://pineberrypi.com/





