Berrybase 0,28 Zoll Mini Digital-Voltmeter, Adafruit EYESPI-Komponenten, Waveshare 1.9 inch Segment e-Paper Module, UGREEN USB 3.0 SATA Adapter.
Nachgemessen
Das Berrybase 0,28 Zoll Mini Digital-Voltmeter erlaubt auf kleinstem Raum das präzise Messen von Spannungen.
Ein digitales Multimeter gehört zur Grundausstattung eines jeden Makers. Da erscheint das Mini-Voltmeter SVM330-B, das Berrybase in verschiedenen Varianten anbietet, mehr als Spielerei denn als echtes Werkzeug: Das Gerät besteht lediglich aus einem Segment-Display mit drei Ziffern, auf dessen Rückseite sich eine kleine Platine mit Elektronik befindet. Sinnvollerweise hat der Hersteller den Minimalismus nicht auf die Spitze getrieben und zumindest an Montageösen gedacht, die seitlich hervorstehen.
Spätestens jetzt erschließt sich der Sinn und Zweck des Bausteins. Für Projekte, die nicht mit der USB-Standardspannung von 5 Volt auskommen, gibt es kleine Wandler-Breakouts. Viele davon unterstützen einen größeren Ausgabebereich, wobei Sie die genaue Spannung dann über ein winziges Drehpoti einstellen. Verbauen Sie zusätzlich das Mini-Voltmeter, ist das Nachjustieren auch fernab des Elektronikwerkzeugs ein Kinderspiel.
Das Bauteil gibt es in zwei Varianten und den vier LED-Farben Rot, Blau, Gelb und Grün. Die einfachere Spielart hat nur Spannung und Masse, misst also die eigene Versorgungsspannung zwischen 3,2 und 30 Volt. Die andere trennt Versorgungs- und Messspannung. Das erweitert den Messbereich auf Spannungen zwischen 0 und 99 Volt. Die Abmessungen der Anzeige betragen etwa 23 x 14 Millimeter, die des PCB 33 x 15 Millimeter, bei einer Höhe von jeweils 10 Millimetern. Die Präzision liegt nach Herstellerangaben bei ±0,1 Volt, der Stromverbrauch bei 4 Milliampere.
Berrybase 0,28 Zoll Mini Digital-Voltmeter
Preis: 1,20 Euro / 1,30 Euro
Bezugsquelle: Berrybase
Kontaktfreudig
Die Adafruit EYESPI-Komponenten erleichtern den Anschluss von Displays via SPI erheblich.
Für die I2C-Schnittstelle gibt es mit Stemma/Qt und Grove zwei verbreitete Kabellösungen, die den Anschluss von Bauteilen deutlich vereinfachen. Bei SPI ist das nicht so. Adafruit versucht das mit seinem EYESPI zu ändern und stattet nach und nach seine SPI-Displays mit der EYESPI-Schnittstelle aus. EYESPI steht als Abkürzung für Enhanced Yield Serial Peripheral Interface. Es handelt sich um einen Standardanschluss für die Verbindung von Displays mit Mikrocontrollern oder Einplatinencomputern.
Die Schnittstelle per se ist nichts Besonderes. Es handelt sich um eine Buchse für 18-Pin-FPC-Kabel, die zwar den Kabeln und Anschlüssen für die Pi-Cam-Module ähneln, jedoch nicht identisch sind. Über das Kabel führt Adafruit neben SPI auch I2C. Die Abfolge der Pins legt der Hersteller fest. Die Spezifikationen sehen unter anderem Chip-Select-Leitungen für Display, Touch, SD-Karte und SPI-RAM vor. Neben den Displays mit EYESPI-Buchse gehören auch Kabel und Adapter zum Programm.
DFRobot aus Fernost hat seine eigene Variante von EYESPI, die GDI (Graphical Display Interface) heißt. Die Pin-Belegung ist identisch, die Komponenten lassen sich also beliebig kombinieren. So stattet DFRobot diverse seiner ESP32-Breakouts inzwischen mit einer passenden Buchse aus. Das macht nicht nur den Anschluss von Mini-Displays zum Kinderspiel, sondern auch den von I2C-Komponenten.
Adafruit EYESPI-Komponenten
Preis: 20 Euro (Display), 1,00 bis 1,40 Euro (Kabel), 4,60 Euro (BFF-Adapter), 2,80 Euro (Breakout)
Bezugsquelle: diverse Distributoren
Zeig’s mir!
Das Waveshare 1.9inch Segment e-Paper Module zeigt ausschließlich Temperatur und Luftfeuchte an, und das zu einem satten Preis.
Waveshare hat mit seinem 1.9inch Segment e-Paper Module einen wahren Exoten im Angebot. Es ist nicht nur das einzige E-Ink, das sich per I2C statt SPI ansteuern lässt, sondern arbeitet auch als Segment-Display. Statt einzelner Pixel steuert der Treiber Segmente an und kommt deshalb mit extrem kleinen Datenmengen aus. So genügen bereits 15 Byte, um 92 Segmente anzusteuern.
Des einen Freud, des anderen Leid: Segment-Displays können notgedrungen nur das anzeigen, was der Hersteller vorgibt. Bei dem hier vorgestellten Display beschränkt sich das auf die Temperatur und Luftfeuchte sowie zwei Zusatzsymbole für Bluetooth und Batterie.
Während die Hardware noch überzeugt, ist das bei den Treibern nicht der Fall. Waveshare stellt zwar für verschiedene Plattformen Beispielcode bereit. Wer jetzt aber einen Treiber erwartet, dem man einfach Temperatur und Luftfeuchte zur Anzeige übergibt, der täuscht sich. Hinzu kommt der recht hohe Preis – fertige Geräte mit ähnlichem Display und Bluetooth- oder Zigbee-Support bekommen Sie bereits für die Hälfte. Außer für Hardcore-Bastler ist das Display also nicht empfehlenswert.
Eng verbunden
Der UGREEN USB 3.0 SATA Adapter erlaubt es, SATA-Speicher an den RasPi anzuschließen.
Der neue Raspberry Pi 5 erlaubt zwar das Anschließen schneller Massenspeicher via PCIe. Für Backups – oder wenn der Platz doch nicht reicht – muss man aber oft doch wieder eine USB-Festplatte mit hoher Speicherkapazität an den Minirechner hängen. Für den Vorgänger Raspberry Pi 4 gibt es die Wahl wegen des fehlenden PCIe-Anschlusses sowieso nicht.
Fertig konfektionierte Festplatten sind zwar praktisch, aber bei den SSD-Varianten kaufen Sie immer die Katze im Sack. Nicht jede verbaute NVMe/USB-Bridge unterstützt alle wichtigen Funktionen wie UAS (USB-attached Storage) oder Trim. Gerade Letzteres ist für dauerhaft hohe Leistung unverzichtbar: Trim informiert die SSD über gelöschte Daten, um freie Speicherblöcke effizienter zu verwalten und die Schreibgeschwindigkeit zu optimieren.
“Rohe” SSDs samt eigenem Adapter stellen hier also die bessere Lösung dar. Der USB-3-SATA-Adapter von UGREEN erfüllt nicht nur alle technischen Anforderungen für ihren Anschluss, sondern fällt in der Größe auch noch angenehm kompakt aus. Den verbauten ASM1153E-Controllerchip von Asmedia unterstützt der Linux-Kernel ohne weitere Softwareinstallation. Damit aber Trim funktioniert, müssen Sie noch eine passende Udev-Regel einrichten. Wie das geht, finden Sie in den Käuferkommentaren zum Produkt, per Internet-Suche oder unter https://www.linux-community.de/42223 heraus.
UGREEN bietet neben diesem Minimaladapter auch Varianten in klassischen Gehäusen aus Kunststoff und Aluminium an. Die verbauten Chips stammen alle aus der ASM-Familie und sollten alle Funktionen bereitstellen. Üblicherweise weichen Hersteller bei Chipknappheit jedoch gern auf Alternativen aus. Ein Test nach dem Kauf empfiehlt sich also in jedem Fall. (Bernhard Bablok/tle/jlu
UGREEN USB 3.0 SATA Adapter
Preis: 13 Euro
Bezugsquelle: Amazon





