Aus Raspberry Pi Geek 07-08/2020

Grundlagen des 3D-Drucks (Seite 2)

Zum Erstellen von 3D-Modellen gibt es unterschiedliche Software. Da sind zum einen die professionellen CAD-Programme, mit denen sich komplette Maschinen planen lassen. Die zweite Gruppe von Software läuft unter der Bezeichnung 3D-Malprogramme. Sie sind leicht zu bedienen, eignen sich aber nicht zum Konstruieren technischer Strukturen. Sie sind eher zum Erstellen von Kunstwerken gedacht.

Slicer

Als Slicer bezeichnet man die Software, die 3D-Modelle in Gcode-Dateien umwandelt. Das setzt voraus, dass sie die Hardware-Parameter des Druckers genau kennt. Nur so ist es möglich, korrekten Code zu erzeugen. Im Slicer stellen Sie spezifische Parameter für das Werkstück ein, etwa Wanddicke oder Füllgrad.

Der Füllgrad gibt an, wie viel Material Sie im Inneren des 3D-Objekts verwenden wollen. Möchten Sie eine nette Figur für den Schreibtisch drucken, genügt ein Füllgrad um die 15 Prozent. Um das Bauteil später mechanisch zu belasten, sollten Sie dagegen einen Wert von über 90 Prozent wählen. Dieser Parameter hat aus naheliegenden Gründen direkten Einfluss auf die Zeit, die Sie benötigen, um ein Objekt zu drucken.

Schritt für Schritt

Es erfordert viele kleine Schritte, um von einer guten Idee zu einem fertigen Objekt zu gelangen. Jeder dieser Schritte setzt die volle Aufmerksamkeit des Benutzers voraus, damit am Ende ein tolles 3D-Objekt auf dem Schreibtisch steht. Daher sehen wir uns in den einzelnen Teilen dieser Reihe nach und nach alle Schritten im Detail an.

Abbildung 1 zeigt einige Ausdrucke, die über die Zeit beim Autor zusammengekommen sind. Die Bandbreite reicht von einfachen Kühlschrankmagneten über diverse Gehäuse und Halterungen bis hin zu Schlüsselanhängern. Sobald der 3D-Drucker im Haus ist und gut funktioniert, finden sich schnell viele und meistens auch sinnvolle (oder weniger sinnvolle) Anwendungen dafür.

Abbildung 1: Läuft ein 3D-Drucker erst einmal zuverlässig, dann kommen die Ideen für neue Projekte fast von alleine.

Abbildung 1: Läuft ein 3D-Drucker erst einmal zuverlässig, dann kommen die Ideen für neue Projekte fast von alleine.

Ausblick

Falls diese ersten Einblicke Sie neugierig gemacht haben, werfen Sie doch einfach mal einen Blick in den Artikel zum Einsteiger-3D-Drucker Anet A8 in dieser Ausgabe ab Seite 70. Die Tabelle “3D-Druck-Themen” fasst einige Themen zusammen, die in den folgenden Teilen dieser Serie zur Sprache kommen. Haben Sie Vorschläge für weitere Themen, würde sich der Autor über eine E-Mail an die Adresse mailto:[email protected] freuen. (agr)

Fischertechnik 3D-Drucker

Prusa I3 MK3S

Slicer-Software

Prusa I3 MK3S mit MMU

3D-Modelle erstellen mit OpenSCAD

3D-Modelle erstellen mit FreeCAD

Wissenswertes zu Filamenten

OctoPrint

3D-Scanner

Der Autor

Martin Mohr hegt seit früher Jugend eine Vorliebe für alles, was blinkt. Eine Ausbildung zum Elektroniker verstärkte das noch. Nach einem Informatikstudium entwickelte er überwiegend Java-Applikationen. Mit dem Raspberry Pi erwachte die alte Liebe zur Elektronik wieder.

DIESEN ARTIKEL ALS PDF KAUFEN
EXPRESS-KAUF ALS PDFUmfang: 4 HeftseitenPreis €0,99
(inkl. 19% MwSt.)
RASPBERRY PI GEEK KAUFEN
EINZELNE AUSGABE Print-Ausgaben Digitale Ausgaben
ABONNEMENTS Print-Abos Digitales Abo
TABLET & SMARTPHONE APPS Raspberry Pi Geek bei Google Play Readly Logo
Nach oben