Aus Raspberry Pi Geek 08/2019

Online-Monitoring von Raspberry-Pi-Systemen mit PiCockpit (Seite 2)

Abbildung 3: PiCockpit zeigt in der Übersicht die mit dem PiCockpit-Client ausgestatteten und mit dem Dienst verknüpften Geräte an.

Abbildung 3: PiCockpit zeigt in der Übersicht die mit dem PiCockpit-Client ausgestatteten und mit dem Dienst verknüpften Geräte an.

In der Übersicht zeigt PiCockpit mit dem Gerätemodell, der Seriennummer sowie der MAC-Adresse des LAN- oder WLAN-Moduls nur wenige Informationen an. Mehr Details erhalten Sie mit einem Klick auf eines der Geräte: Hier sehen Sie dann die CPU- und RAM-Ausstattung, Daten zur Netzwerkverbindung, Infos zum angeschlossenen Monitor sowie die Temperatur des Chipsatzes (Abbildung 4). Daten aus den Tiefen des Systems liefern die Dialoge hinter den Schaltern WLAN, Network, System und Monitor.

Abbildung 4: Die Details liefern viele Informationen zum Zustand des Raspberry-Systems. PiCockpit warnt auch bei Problemen wie einem zu schwachen Netzteil.

Abbildung 4: Die Details liefern viele Informationen zum Zustand des Raspberry-Systems. PiCockpit warnt auch bei Problemen wie einem zu schwachen Netzteil.

Bislang beschränkt sich die Ausgabe der Details auf die entsprechenden Ausgaben systemnaher Kommandos wie etwa iw list, ip addr oder cat /pro/cpuinfo. In späteren Versionen von PiCockpit sollen die eher für Linux-Profis gedachten textbasierten Informationen mit grafischen Ausgaben und Details ergänzt werden. Sehr nützlich sind auch die von PiCockpit angezeigten Warnungen: So informiert Sie der Dienst beispielsweise über eine mangelhafte (weil unzureichend dimensionierte) Stromversorgung des Raspberry Pi.

Ausblick und Fazit

Aktuell funktioniert die Kommunikation zwischen PiCockpit und dem Raspberry Pi nur in Richtung des Diensts. In zukünftigen Versionen (die dann ab einer bestimmten Menge an Geräten und Sensoren eine monatliche Gebühr kosten sollen) möchte der Anbieter jedoch ermöglichen, dass sich auch Aktionen von der Weboberfläche auf dem Raspberry-System ausführen lassen.

Den Anfang sollen dabei Schalter zum Herunterfahren oder Rebooten des Raspbian-Systems machen. Später soll dann die Möglichkeit hinzukommen, eigene Kommandos zu hinterlegen, die sich per Mausklick auf dem RasPi-System ausführen lassen. Auch eine Präsenzanzeige, also die Darstellung, ob ein mit PiCockpit betreuter RasPi gerade am Netz hängt oder offline ist, soll folgen. Portweiterleitungen oder andere Modifikationen am WLAN-Router braucht es dafür nicht.

Abbildung 5: Aktuell noch im Alpha-Stadium: Auch am GPIO angeschlossene Sensoren liest PiCockpit aus und zeigt die Daten in der Weboberfläche an.

Abbildung 5: Aktuell noch im Alpha-Stadium: Auch am GPIO angeschlossene Sensoren liest PiCockpit aus und zeigt die Daten in der Weboberfläche an.

Möglich macht das das Netzwerkprotokoll MQTT, auf dem PiCockpit aufsetzt [2]. Aktuell schöpft der Dienst die Möglichkeiten der Technik nur an der Oberfläche aus. Das für das Internet der Dinge optimierte Nachrichtenprotokoll erlaubt zum Beispiel auch die Integration weiterer Komponenten, wie etwa Sensoren für den Raspberry Pi (Abbildung 5). Die dafür nötige Funktion war zu Redaktionsschluss in einer Alpha-Version implementiert und zeigte bereits die Daten von DHT11/DHT22-Temperatur- und Luftfeuchtesensoren.

Alles in allem erweist sich PiCockpit derzeit noch als Online-Dienst mit einigen Ecken und Kanten. In Zukunft könnte der Dienst eingefleischten Raspberry-Pi-Fans den Überblick über ihren Hardware-Zoo aber beträchtlich erleichtern. 

Infos

  1. PiCockpit: https://picockpit.com/
  2. MQTT: http://mqtt.org
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