Im Test hatte der verwendete RasPi 3 Model B+ in geschlossenem Gehäuse bei üblicher Last selbst ohne aufgeklebten Kühlkörper keine Probleme beim Abführen der Abwärme: Durch die Löcher im Gehäuse zirkuliert ausreichend Luft, sodass sich das Gehäuse bei Dauerbetrieb lediglich an der Unter- und Oberseite leicht erwärmt. Die Wärme auf der Oberseite stammt dabei von der SSD, die sich jedoch ebenfalls nicht übermäßig erhitzt. Da die Einstellungen von Raspbian für den RasPi 3B+ kein Übertakten mehr erlauben, besteht auch keine Gefahr, durch übermäßige Beschleunigung und dadurch erhöhte Abwärme Schaden anzurichten.
Im Test stach außerdem die gute Leistung der WLAN-Verbindung ins Auge: Der RasPi weist dabei eine bessere Leistung beim Senden und Empfangen auf als so manches Notebook. Als beschränkendes Element vor allem bei sehr ressourcenintensiver Software erweist sich lediglich der mit 1 GByte relativ klein bemessene Arbeitsspeicher des RasPi. Nur wenige geöffnete Applikationen genügen bereits, um den Swap-Speicher anzusprechen (Abbildung 5).
Fazit
Das Desktop-Kit macht aus dem RasPi ein elegantes Computersystem mit minimaler Stellfläche. Zudem behebt es durch den Ein-/Ausschaltknopf und die Echtzeituhr ärgerliche Defizite des Raspberry Pi. Beim Einsatz eines RasPi 3B+ glänzt das Komplettpaket zudem mit hohen WLAN-Datenraten und guter Performance des Broadcom-Prozessors. Allerdings trübt die nach wie vor fehlende native SATA-Schnittstelle des RasPis das Gesamtbild etwas. Der Weg über den USB-Bus bremst moderne SSDs deutlich aus.
Als größtes Manko entpuppt sich der beschränkte Arbeitsspeicher des RasPi, der ein simultanes Arbeiten mit mehreren größeren Applikationen behindert. In Anwendungsbereichen, für die Sie nur wenige parallel laufende Programme benötigen, bietet ein Raspberry Pi mit dem Desktop-Kit jedoch eine alltagstaugliche Alternative zum klassischen PC.
Infos






