Zum Verwalten richten Sie den alsamixer ein. Zum Abspielen der MP3-Dateien kommt der Mpg123-Player zum Einsatz, der sehr schnell startet und es damit gestattet, die Bewegung und die akustische Untermalung zu synchronisieren. Sie richten den Player mit dem Aufruf sudo apt-get install mpg123 ein.
Mit dem Befehl mpg123 -a hw:1,0 IhrSound.mp3 testen Sie, ob der Player funktioniert. Der Parameter -a gibt die Hardware-Adresse an. Dabei steht 0,0 für den internen Soundgenerator, 1,0 für die erste zusätzliche Soundkarte. Interessante und passende Soundfiles finden Sie beispielsweise auf der CD “Horror-Geräusche” [4].
Fernbedienung
Wie eingangs erwähnt, sollen sich die Halloween-Gesellen mit einer Fernbedienung aktivieren lassen. Dafür verwenden wir ein Funkmodul [5], das bereits eine Fernbedienung mitbringt (Abbildung 1).
Zur Stromversorgung genügen die 5 Volt, die der RasPi liefert. Die Spannungen an den Ausgängen D0 bis D3 überschreiten im geschalteten Zustand den maximal für die GPIO zulässigen Wert von 3,3 Volt nicht. Die Ausgänge lassen sich somit direkt ohne einen zusätzlichen Spannungskonverter an die GPIO-Pins des Raspberry Pi anschließen. Sie sollten aber im Hinterkopf behalten, dass die GPIO des Raspberry Pi kaputtgeht, wenn Sie sie an 5 Volt anschließen.
Das Verschalten des Moduls findet sich links unten im Schaltplan Teil 2 (Abbildung 7). Um die Funktion des Moduls zu testen, verwenden wir einen kleinen Einzeiler, der die entsprechenden Pins ausliest und deren Status anzeigt (Listing 4).
Listing 4
$ watch -n 0.5 'printf A:;gpio read 11 ;printf B:;gpio read 10 ;printf C:; gpio read 9 ;printf D:;gpio read 8'
Sollten Sie hier auf unerwartete Fehler stoßen, schließen Sie eine LED mit einem 330-Ohm-Vorwiderstand an den VT-Ausgang des Funkmoduls an. Dieser zeigt Ihnen an, ob das Modul überhaupt etwas empfängt. Falls nein, überprüfen Sie, ob Sender und Empfänger dieselbe Adresse verwenden.
Das Skelett
Das Skelett besteht aus einem Schädel und zwei Unterarmen, die sich um zwei Achsen bewegen lassen. Dadurch beherrscht es eine Menge Bewegungsabläufe. Es dreht auf Wunsch auch den Kopf und klappert mit den Zähnen. Über zwei Lautsprecher macht das Skelett darüber hinaus lautstark auf sich aufmerksam. Die Augen steuert ein PWM-Signal an, das es ermöglicht, die Leuchtstärke zu variieren.
Zum Aufbau des Skeletts genügen ein alter Zaunpfosten, eine Holzplatte als Sockel und ein Stück Latte als Schultern. Die dienen unter anderem als Träger für die Servomotoren, an denen wir Kopf und Arme montieren (Abbildung 2).
Das Positionieren der Servomotoren erweist sich immer als kniffelige Angelegenheit. Gute Dienste leistet dabei ein Servo-Tester [6], der die Funktion beziehungsweise Stellung der Servos prüft (Abbildung 3), um sie in der richtigen Position zu montieren (Abbildung 4). Das Feinjustieren geschieht später per Software.
Im Schädel kleben Sie zwei LEDs ein. Den Unterkiefer steuert ein kleiner Servo an, der ihn an einem Faden nach oben zieht. Den Servo platzieren wir im Unterkiefer, weil das Gewicht diesen dann allein öffnet. Zudem findet sich sonst sowieso kein guter Platz am Schädel, um den Servo unauffällig anzubringen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Der Kopf mit eingeklebten LEDs. Der Unterkiefer beherbergt einen kleinen Motor als Schließmechanismus.
Alle zum Ansteuern des Skeletts benötigten Leitungen führen später am Zaunpfosten entlang nach unten zur Bodenplatte, auf der sich der RasPi befindet. Eine Heißklebepistole leistet bei der Montage gute Dienste. Einen Eindruck von der Beweglichkeit des Skeletts vermitteln zwei [8] Videos [7], die Sie auch auf der Heft-DVD finden.
Die Spinne Tekla
Die Spinne Tekla sitzt mit rot leuchtenden Augen vor dem Haus und zuckt mit den Beinen. Ihre Aufgabe besteht darin, Ängstliche vom Haus fernzuhalten. Für den Aufbau entfernen Sie von einer gekauften Spinne die Augen und ersetzen sie durch LEDs.









