Speichern Sie das Programm ab und kompilieren Sie es anschließend mit dem GNU C Compiler gcc (Listing 2, erste Zeile). Danach rufen Sie es einfach von der Kommandozeile aus auf (letzte Zeile).
Listing 2
$ gcc counter.c -o counter $ ./counter
Cron
Der Unix-Dienst Cron erlaubt es, Befehle und Skripte zu bestimmten Zeiten automatisch auszuführen. Dabei dient das Kommandozeilenwerkzeug crontab zur Konfiguration. Mit crontab -l sehen Sie sich die aktuellen Einstellungen für den angemeldeten Benutzer an, der Schalter -e bringt Crontab in den Edit-Modus. Ein Eintrag enthält, durch Whitespace getrennt, die Angaben für Minute, Stunde, Tag des Monats, Monat und Wochentag sowie das zum angegebenen Zeitpunkt auszuführende Kommando.
Die ersten fünf Parameter steuern den Ausführungszeitpunkt. Dabei stehen Zahlen für konkrete Zeiten oder Daten, ein Sternchen für jede beliebige Minute, Stunde oder jeden Tag. Bei Bedarf definieren Sie mit einem Rückstrich auch Mehrfache, etwa */2 für jede zweite Minute. Einige typische Beispiele zeigt Listing 3. Hinsichtlich des Timings gilt es sicherzustellen, dass sich der erteilte Auftrag auch in der Zeit bis zum folgenden Aufruf abarbeiten lässt – ansonsten müllt man sich mit der Zeit das System zu.
Weitere ausführliche Informationen liefert die Manpage von Cron. Zudem finden sich im Netz hilfreiche Seiten wie Corntab.com, die beim Schreiben einer Cron-Zeile helfen. Bitte achten Sie darauf, dass Cron Skripte zwar mit den Rechten des eigenen Benutzers ausführt, dabei aber die Umgebungsvariablen nicht nutzt. Sie müssen also alle Pfade absolut angeben und auf Aliase verzichten.
Listing 3
* * * * * /home/user/skript # jede Minute 0 */2 * * * /home/user/skript # zu Beginn jeder zweiten Stunde 0 0 * * * /home/user/skript # jeden Tag um 0 Uhr 30 18 * * * /home/user/skript # jeden Tag um 18:30 Uhr * * 1 * * /home/user/skript # am Monatsersten, jede Minute
Fazit
Sobald man sich ein wenig mit dem MAX7221 beschäftigt, stellt man fest, dass dieser Baustein sich ideal für das Ansteuern von LEDs eignet: Er unterstützt bis zu 64 einzelne Dioden, der Aufbau erfordert keine Vorwiderstände, und die Helligkeit der LEDs lässt sich über den Baustein nachträglich anpassen. Falls übrigens das freudig erwartete Ereignis sehr weit in der Zukunft liegt, sollten Sie darüber nachdenken, anstelle des Raspberry Pi einen etwas energiesparenderen Lieferanten für die SPI-Signale zu finden, etwa einen ESP8266.
Der Autor
In der Ära der Magnetkern-Ringspeicher und Hebdrehwähler geboren, entwickelte Martin Mohr schon früh eine Vorliebe für alles, was blinkt. Der gelernte Elektroniker entwickelte nach einem Informatikstudium vor allem Java-Applikationen. Mit dem Raspberry Pi erwachte die alte Liebe zur Elektronik wieder.
Infos
- Datenblatt Kingbright SC08-11SRWA: http://www.kingbrightusa.com/images/catalog/SPEC/SC08-11SRWA.pdf
- Datenblatt MAX7221: https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/MAX7219-MAX7221.pdf





