
Abbildung 7: OSMC verwendet einen eigenen Skin. Es enthält aber auch die neuen Kodi-Themes, die sich mit wenigen Klicks aktivieren lassen.
Ein weiterer Unterschied zu OpenELEC findet sich in der Übersicht unter My OSMC (Abbildung 8). Dort gibt es neben Tools zum Konfigurieren oder Übertakten des RasPi auch einen App Store, aus dem Sie Erweiterungen wie einen Tvheadend-Server (zum Streamen des TV-Programms im ganzen Haus) oder Dienste wie Transmission, FTP, Samba und SSH installieren. Der App Store bedient sich aus den normalen Paketquellen des Systems, sodass Sie die gewünschten Programme auch via SSH-Login und apt install einrichten können.

Abbildung 8: »My OSMC« dient als Update-Zentrale, App Store und zum Konfigurieren des Raspberry Pi inklusive Übertakten.
Für Updates empfehlen die Entwickler, den OSMC-Updater zu verwenden. Sie finden ihn unter My OSMC | Updates. Das System bietet an dieser Stelle weitere Optionen an: So lässt sich etwa das Intervall bestimmen, in dem das System nach Updates sucht. Es gibt außerdem die Möglichkeit, das Einspielen der Updates zu automatisieren und vor dem Aktualisieren automatisch Backups erstellen zu lassen. Mit Manual Controls | Scan for updates now stoßen Sie die Installation sämtlicher anstehenden Aktualisierungen von Hand an.
Fazit
Das “Krypton”-Update bringt Kodi einen großen Schritt voran: Die Oberfläche wirkt modern und erwachsen, ohne die beschränkten Rechenkapazitäten des Raspberry Pi zu überfordern. Mithilfe der InputStream-Erweiterung lassen sich nun Mediatheken besser ins System integrieren. Es gibt daneben Bestrebungen, Amazon Prime Video, Maxdome, SkyGo oder Magine TV über InputStream nahtlos in Kodi zu integrieren [7]. Allerdings zwingen DRM-Maßnahmen der Anbieter den Kodi-Entwickler, immer wieder neue Ansätze zu finden.
LibreELEC und OSMC erledigen das Vorhaben, Kodi auf den Raspberry Pi zu bringen, sehr gut. Beide erleichtern Einsteigern durch Installationsassistenten das Erstellen der Speicherkarte. OSMC bietet als Raspbian-Distribution den Vorteil, zumindest potenziell mehr als nur ein Mediacenter zu sein. LibreELEC wirkt aufgrund der Konzentration auf seine momothematische Aufgabe einen kleinen Tick schneller. Egal, welches der beiden Systeme Sie wählen – mit keiner der beiden Kodi-Distributionen machen Sie etwas falsch.
Infos
- “Owners of a Raspberry Pi, what do you use it for?”: https://www.reddit.com/r/AskReddit/comments/1f607z/owners_of_a_raspberry_pi_what_do_you_use_it_for
- Ankündigung von Kodi 17.0: https://kodi.tv/kodi17
- LibreELEC: https://libreelec.tv
- Ankündigung von LibreELEC 8: https://libreelec.tv/2017/02/libreelec-krypton-v8-0-0-release
- OSMC: https://osmc.tv
- “Kodi Krypton for OSMC is now available”: https://osmc.tv/2017/02/kodi-krypton-for-osmc-is-now-available
- “Diskussion zu Inputstream AddOns”: https://www.kodinerds.net/index.php/Thread/51575-Diskussion-zu-Inputstream-AddOns-fuer-den-Kodi-17-VideoPlayer
- Estuary: https://kodi.tv/kodi-v17-krypton-default-skin-next-gen
- Chorus: https://kodi.tv/a-new-webinterface-called-chorus2
- DVBLink TVButler: Christoph Langner, “Gut bedient”, RPG 02/2017, S. 34, http://raspi-geek.de/38050





