Fazit
In der Praxis erweist sich die Netzwerkkonfiguration von Raspbian “Jessie” als relativ undurchsichtig. Die Ursache dafür liegt in einem unvollständigen Umstieg auf Systemd, kombiniert mit zwei überflüssigen Paketen. Da Raspbian auch der Ausbildung dient, wäre hier eine größere Nähe zu modernen Konzepten von Linux mehr wert als eine scheinbar einfache Konfiguration. Da die grafische Netzwerkkonfiguration von Raspbian sowieso die Details versteckt, könnte sie statt der dhcpcd.conf genauso gut *.network-Dateien anpassen.
Wie dieser Artikel zeigt, gelingt aber auch eine Umkonfiguration mit wenigen Handgriffen. Insgesamt gibt es genauso viel zu konfigurieren wie unter “Wheezy”, aber die einzelnen Bausteine fügen sich konsistenter in das gesamte Bootkonzept ein und lassen sich darüber hinaus auch auf andere moderne Linux-Systeme übertragen.
Der Autor
Bernhard Bablok(mailto:[email protected]) arbeitet bei der Allianz Managed&Operations Services SE als SAP-HR-Entwickler. Wenn er nicht Musik hört oder mit dem Radl respektive zu Fuß unterwegs ist, beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux, Programmieren und neuerdings Klein-Computer.
Infos
- Systemd und SysVinit: Harald Zisler, “Durchstarten”, LU 10/2015, S. 68, http://www.linux-community.de/35092





